Alles ist Geist

Geist

Ausgehend von dem Bestseller „The secret“ von Rhonda Byrne hat sich eine breite Menge an Büchern um das Gesetz der Anziehung entwickelt, wir reden da von „Wünsch Dir was“, „Bestellungen beim Universum“ und vielen anderen Titeln. Selbst die ursprüngliche Ausgabe der deutschen Übersetzung des „Master Key System“ von Charles Haanel wurde von der Überschrift geziert: „Erreiche alles, was Du Dir wünscht“.

Da sollte man doch eigentlich meinen, wenn eine solche Menge an Informationen vorliegt, dann sollten doch mittlerweile ganz viele Menschen mühelos ihre Ziele erreicht haben und weitere Menschen durch ihre Erfolge inspiriert haben, sich doch auch mit dem Thema zu befassen. Nur irgendwie scheint dies nicht der Fall zu sein, und die Frage gilt es zu stellen, warum es denn noch nicht den durchschlagenden Erfolg gibt.

Möglicherweise ist es die Betrachtungsweise des „Gesetzes der Anziehung“ oder dem Resonanzprinzip, wie ich es lieber nenne. Dieses Prinzip besteht nämlich genau darin, dass wir in unserer Realität im Außen das erleben, was wir im Inneren sind.

Dann möchte ich einmal darstellen, wie ich es verstehe.

Nun, was wir im Inneren sind, ist ja unser Denken und viele werden sich mit dem Gedanken nicht anfreunden können, denn ihre Realität scheint ja nicht so wirklich zu ihrem Denken zu passen. Doch, ich muss alle enttäuschen, die diesen Einwurf gebracht haben. Und es liegt schlichtweg daran, dass uns nur maximal 5 % unseres Denkens bewusst ist, das allermeiste ist unbewusst. Das ist im Übrigen bei mir auch nicht anders als bei jedem anderen, und ich habe mir einen Weg gesucht, wie ich erkennen kann, was ich unbewusst denke.

Die direkte Kommunikation mit dem Unbewussten findet über Gefühle statt, nur haben viele von uns verlernt, auf ihre Gefühle zu hören. Zu groß ist der Druck, den sie sich machen, weil sie in der Gesellschaft funktionieren wollen und sollen. Aber alleine schon das Erkennen der Wichtigkeit meiner Gefühle hat bei mir schon eine Veränderung herbeigeführt. Der zweite Weg zum Erkennen unbewusster Gedankenmuster ist die Betrachtung des Ergebnisses. Ist jemand krank, einsam oder pleite, dann zeigt es auf, dass in diesen Bereichen ein unbewusstes Denken vorherrscht, was genau diesen Zustand bewirkt hat.

Aber dazu an anderer Stelle mehr. Hier soll es erst einmal darum gehen, dass dieses „Gesetz der Anziehung“ nur eines der sieben Lebensprinzipien ist. Komplett lauten sie:

  1. Das Prinzip des Geistes

  2. Das Prinzip der Entsprechungen oder Analogien

  3. Das Prinzip Ursache und Wirkung

  4. Das Prinzip der Resonanz oder Anziehung

  5. Das Prinzip der Polarität

  6. Das Prinzip des Rhythmus oder der Schwingung

  7. Das Prinzip des Geschlechtes

Eigentlich ist die Reihenfolge ziemlich gleichgültig, bis auf das erste Prinzip, dieses sollte meiner Meinung nach immer an erster Stelle stehen. Und genau darum dreht es sich hier in diesem Kapitel, denn hier liegt der Schlüssel zum Verständnis der anderen Prinzipien und damit auch um das echte Verständnis das Resonanzprinzips.

Meist wird es so erklärt, dass bei allem, was existiert, zuerst der Gedanke daran da war. Und dann irgendwer diesen Gedanken umgesetzt hat. Das mag ja sehr leicht nachvollziehbar sein wenn es um technische Errungenschaften geht oder um von Menschen erschaffene Gebäude, um die Welt zu erklären kann man nur sagen, dass dieser Schöpfungsgedanke von einem höheren Wesen gedacht wurde und sich dann manifestiert hat.

Schön, soweit sind wir nun und können sagen, alles hat seinen Ursprung in einem Gedanken und ist dann darauf in die materielle Welt gebracht worden.

Die Aussage: Alles ist Geist“ ist damit aber noch nicht beschrieben, denn wir haben ja nur festgestellt, dass der Ursprung von allem ein Gedanke war. Nun kann ich noch fragen, was denn eigentlich der Gedanke ist, den ich gerade habe? War es der Gedanke, der da kreativ war oder ist der Gedanke nur der Ausdruck eines kreativen Geistes, ein Werkzeug, um die Kreativität in eine Form zu bringen, mit der mein Verstand und auch der Verstand anderer es aufnehmen kann?

Betrachten wir doch einfach mal die Materie, die uns umgibt, zum Beispiel der Schreibtisch, an dem ich gerade sitze und schreibe. Woraus besteht er? Der erste Eindruck sagt mir, dass er aus Holz besteht und Holz ist ja ein Produkt der Natur. Irgendjemand hat also Holz genommen und daraus diesen Tisch gebaut. Und nun schauen wir genauer hin. Dieses Holz besteht aus Molekülen und diese wiederum aus Atomen. Der Begriff Atom kommt im Übrigen aus dem griechischen und bedeutet „Unteilbar“. Nun sind wir seit den alten Griechen schon ein wenig weitergekommen und wissen daher, dass ein Atom aus einem Kern besteht und aus Elektronen, die diesen umkreisen. Wenn wir nun den Atomkern des einfachsten uns bekannten Elementes vergrößern könnten, bis er so groß wie ein Fußball ist, dann würde das dazugehörige Elektron in einer Entfernung von gut 30 Kilometern unseren Atomkern umkreisen. Wir sehen also, ein Atom besteht zum großen Teil aus Nichts, aus leerem Raum. Die Physiker sind allerdings noch mehrere Schritte weiter gegangen und haben uns erst erklärt, dass die kleinsten Bausteine der Atome dann doch die sogenannten Quarks sind. Und mittlerweile ist die Auffassung etabliert, dass alles nur schwingende Energie ist. Denn genau das besagt die Stringtheorie, die uns die Quantenphysik mittlerweile liefert. Man kann also sagen, so etwas wie feste Materie gibt es nicht, es ist alles nur eine Illusion. Dass es uns als feste Materie erscheint liegt einfach daran, dass diese Energie mit einer hohen Geschwindigkeit schwingt und weil wir alle auf körperlicher Ebene eine ähnliche Schwingung haben, können wir die Materie nicht durchdringen. Andere Energien, wie beispielsweise Radiowellen oder Röntgenstrahlen können Materie recht problemlos durchdringen.

Damit komme ich zu der Aussage von Nikola Tesla, der meinte, wir könnten die Welt nur verstehen, wenn wir in Schwingung denken.

Wie wird da raus nun ein ganzheitliches Bild? Indem wir mit Geist nicht nur das betrachten, was wir gerade denken, sondern eine hohe Schwingungsform, die unseren eigentlichen Wesenskern ausmacht. Eben der Teil von mir, der etwas entdeckt hat, was für mich und möglicherweise auch für andere von Nutzen ist. Die von uns registrierten Gedanken sind vom Empfänger in dieser Inkarnation, in unserem Gehirn aufgefangen und können damit in unser Bewusstsein kommen. Wir sind also nicht unsere Gedanken, unsere Gedanken sind schon eine Manifestation unseres Geistes auf die Ebene, die wir in unserem Körper verstehen können. Natürlich kann auch der Geist auf höheren Ebenen schwingen, aber nur außerhalb des Körpers.

Betrachten wir nun einmal die materielle Welt. Diese entsteht praktisch als Konzentrat aus verdichteten Gedanken, Materie besteht aus Geist auf einer niedrigeren Schwingung.

Wie kommt es denn dann dazu, dass wir alle eine sehr ähnliche Realität erleben? Weil wir alle gelernt haben, die Welt auf die gleiche Art zu sehen, und was wir sehen, empfinden wir als Realität, es wird zu unseren Gedanken und verfestigt diese Realität dann immer mehr.

Wobei es natürlich keine zwei identischen Realitäten gibt, nur eine recht hohe Übereinstimmung.

Insofern macht auch das erste Prinzip des HUNA aus Hawaii Sinn, welches besagt, dass die Welt genau das ist, was wir in ihr sehen. Das HUNA-Prinzip hat auch eine Beschreibung des Lebens, aus einer recht praktischen Sicht, darauf werde ich an derer Stelle noch einmal genauer eingehen.

Der Grund, warum ich es jetzt anführe ist die Betrachtung der drei Persönlichkeitsanteile, weil ich diese sehr brauchbar finde, um unsere Realitätsgestaltung besser zu beschreiben.

Man geht hier von dem Verstandesaspekt LONO aus, der Teil von uns, der unserem direkten Erleben zugänglich ist und der die Aufgabe hat, bewusste Entscheidungen zu treffen und Möglichkeiten zu durchdenken.

Das was wir als Unbewusstes kennen, nennt man dort KU, es beinhaltet die hierzulange gängige Beschreibung, geht aber noch weit darüber hinaus. Das KU speichert alle Erinnerungen und ist ständig bestrebt uns zu helfen. Es denkt nicht nach und bewertet nicht, man kann es als unseren besten Freund betrachten. Immer bemüht, das beste für uns zu wollen. Eine wichtige Aufgabe des KU’s besteht darin, mit anderen KU’s zu kommunizieren. Das ist das, was wir als Telepathie bezeichnen. Und wer nun meint, das gäbe es nicht, möge sich mal an eine Begebenheit erinnern, wo man an jemanden gedacht hat und dieser sich dann telefonisch oder so gemeldet hat. Oder dass zwei Menschen, die sich nahestehen, auf einmal ein und denselben Gedanken zur gleichen Zeit haben. Das hat jeder mit Sicherheit schon erlebt.

Der dritte Persönlichkeitsaspekt ist das KANE, der überbewusste Teil von uns oder auch der göttliche Funken. Die Aufgabe des KANE ist die Realitätsgestaltung oder unsere Schöpferkraft. Nun können wir aber mit dem Verstand nicht direkt auf diesen realitätsgestaltenden Aspekt zugreifen, dass wäre ja auch fatal, wenn sich jeder flüchtige Gedanke sofort in der Realität zeigen würde. Die Beeinflussung geschieht immer über das Unbewusste, was dann bedeutet, um etwas in unserer Realität zu ändern, müssen wir unser Unbewusstes prägend beeinflussen. Nun ist das Unbewusste bekanntlich etwas meinungsstabil und wenn wir den Weg vom Tellerwäscher zum Millionär gehen wollen, dann müssen wir erst das herauswerfen, was uns zum Tellerwäscher gemacht hat, bevor wir anfangen können, etwas zu installieren, was uns zum Millionär macht. Dasselbe gilt, wenn wir Probleme mit unseren Beziehungen haben oder wenn unser Körper nicht das macht, was unser Verstand gerne möchte. Ich habe hier bewusst nicht geschrieben, was wir wollen, denn im Unbewussten gibt es diesen Grund für genau diese Umstände.

Wie kommen wir denn nun dahin, die Welt zu verändern?

Wir können die Welt nur verändern, in dem wir eine andere Sicht auf die Welt bekommen.