3. S C H R I F T R O L L E
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Für alle meine Gedanken und Handlungen gibt es einen Grund, nämlich die Erwartung eines für mich günstigen Ergebnisses. Wenn ich Tagträume, erwarte ich vielleicht, der Langeweile zu entgehen oder zu erleben, dass meine Vorstellung Wirklichkeit wird. Vielleicht erwarte ich tieferes Wissen, Bewusstsein oder gesteigertes Denkvermögen. Oder ich mache mir Sorgen, um mich davon zu überzeugen, dass ich ein verantwortungsbewusster Mensch bin. Es gibt die verschiedensten Wünsche und Erwartungen, sogar solche, die ich nicht gerne eingestehen möchte.
Manchmal bin ich getrieben vom Wunsche nach Geld und Besitz; dann sind meine Gedanken und Handlungen darauf gerichtet.
Ich mag getrieben sein durch ein Bedürfnis nach Applaus und Zustimmung. Ich möchte den anderen gefallen.
Oft bin ich durch den Drang motiviert, recht zu haben. Ich mag es gar nicht, dass meine Ansichten und Handlungen als falsch eingestuft werden.
Manchmal ist der Wunsch nach Vergnügen die Triebfeder; das Leben soll mir etwas bieten und mich befriedigen. Doch der stärkste Antrieb für meine Gedanken und Handlungen ist meine Sehnsucht nach Liebe.
Wenn ich mich geliebt weiß, habe ich wenig Verwendung für Geld. Manchmal gibt es mir zwar ein Gefühl der Sicherheit, aber nicht entfernt so nachhaltig wie es die Liebe vermag.
Wenn ich mich geliebt weiß, brauche ich Applaus und Zustimmung nicht; Liebe ist an sich schon Beifall und Zustimmung.
Wenn ich mich geliebt weiß, brauche ich nicht recht zu haben. In Gegenwart eines Menschen, der mir seine Liebe schenkt, brauche ich mich meiner Fehler nicht zu schämen; ich schätze es sogar, wenn er mich liebevoll auf sie aufmerksam macht.
Wenn ich mich geliebt weiß, gibt es für mich kein größeres Vergnügen; andere Vergnügen sind fade oder lediglich ein Mittel, meiner Liebe Ausdruck zu verleihen und Liebe zu erleben.
Nichts befriedigt tiefer als Liebe. Wenn ich mich geliebt weiß, so bin ich zufrieden, jedoch nicht selbstgefällig. Ich werde weiterhin zu Gedanken und Handlungen angetrieben, habe Ziele, Ideale, sogar Ehrgeiz. Aber meine Ziele und mein Ehrgeiz sind nicht mehr Ausdruck der Unsicherheit; ich brauche niemandem mehr etwas zu beweisen.
Wenn ich mich geliebt weiß, sehe ich mich zu liebevollem Handeln veranlasst. Ziele und Ehrgeiz sind Ausdruck meines Bedürfnisses, Freude zu geben und zu teilen.
Liebe ist eine Überlebensfrage. Ich brauche Liebe oder einen Liebesersatz, buchstäblich um überleben zu können. Viel zu viele Menschen sind aus Mangel an Liebe gestorben. Für Liebe gibt es mannigfaltigen Ersatz: Macht, Geld, materiellen Besitz, Popularität und Ruhm. Sogar Abscheu und Hass sind Liebesersatz. Jede Form markanter Beachtung kann als Liebesersatz dienen.
Liebesersatz befriedigt indessen nicht wirklich. Bestenfalls bietet er nur zeitweilige Betäubung und ruft wie ein Rauschgift nach Steigerung. Ist Macht mein Liebesersatz, so brauche ich heute mehr davon als gestern. Das gleiche gilt für Geld, Hass, Mitleid und alle anderen Formen markanter Beachtung, mit Ausnahme der Liebe.
Alle Menschen wollen das Gefühl haben "es macht etwas aus, dass ich lebe." Deshalb halten wir alle Ausschau nach Bestätigungen und Zeichen, aus denen wir schließen können, dass "es etwas ausmacht, dass ich existiere." Jede zugefügte Unbill, jeder Streit und jeder Krieg ist Ausfluss des Hungers nach Anerkennung der Tatsache, "dass ich etwas ausmache." Jedes jemals begangene Verbrechen ist die Folge dieser Lebensnotwendigkeit. Der Verbrecher sagt sich im innersten Herzen, "ich mache etwas aus, und wenn mir diese Gewissheit nicht gütlich zuteil wird, so werde ich euch zeigen, dass man mit mir zu rechnen hat." Selbst Völker hegen diesen gemeinsamen Gedanken: "Mit uns hat man zu rechnen. Und wenn eure Worte und Handlungen dies nicht zum Ausdruck bringen, so töten wir eure jungen Männer, wie wenn es auf sie nicht ankäme, und das wird euch veranlassen zu erkennen, dass man mit uns zu rechnen hat."
Dieses Bedürfnis nach Anerkennung der Tatsache, dass ich wichtig bin, ist nichts anderes als der Wunsch, geliebt zu werden. Wenn ich geliebt werde, so weiß ich, dass ich von Bedeutung bin, dass meine Existenz für den oder die Menschen, die mich lieben, wichtig ist. Ich brauche keinen anderen Beweis. Ich werde geliebt, das genügt.
Ich habe einen Körper, eine Persönlichkeit, Verstand und Geist. Ein kleines Kind wohnt in mir; es ist der kindliche verwundbare Teil meiner selbst. Alle diese "Teile" bedürfen der Liebe, um gesund zu bleiben und zu überleben. Ich bin für sie verantwortlich. Vielleicht empfange ich Liebe von anderen, vielleicht auch nicht. Die anderen werden mein Wesen nicht immer billigen oder mir zustimmen. Oft werden sie mir sogar zu verstehen geben, dass sie mich für völlig bedeutungslos halten. Jedoch dieses eine weiß ich:
ICH WERDE GELIEBT.
0b ich mich geliebt weiß, ist mein Entscheid und meine Verantwortung. Ich akzeptiere die Verantwortung, all das zu lieben, was ICH BIN. Jeden Tag will ich mehrmals daran denken, dass ich geliebt bin. Ich selber liebe mich. Ich bin mir selber wichtig, ganz gleichgültig, ob es anderen von Bedeutung scheint oder nicht, dass ich lebe, und das genügt.
Ich möchte gewiss von anderen geliebt werden; wenn mich aber auf der ganzen Welt niemand liebt, bin, ich doch goldrichtig. So habe ich beschlossen: ICH WERDE GELIEBT. Ich will die anderen lieben und selber geliebt werden. Ich liebe die anderen, ob sie mich lieben oder nicht. Es gibt keinen Grund, irgend jemanden meiner Liebe zu berauben. Ich anerkenne aus freien Stücken, wie wichtig es ist. "dass Du lebst." Ich möchte das den anderen so deutlich zu verstehen geben, dass sich niemand veranlasst fühlt, seine Wichtigkeit durch bösartige Handlungen unter Beweis zu stellen.
Der empfindlichste Mangel in der Welt ist der Mangel an Liebe. Der Hunger nach Liebe ist die Wurzel aller Verbrechen, auch der Grund aller Schmerzen und Leiden. Mangel an Liebe und Anerkennung ist auch der tiefere Grund aller Kriege. Hunger, Armut und Misstrauen sind die Folgen von Liebesersatz und schreien nach wahrer Liebe.
Liebe vermag Jedes Übel in der Welt zu ändern, den Krieg zu verhindern und Frieden zu bringen. Liebe ist der geheime Weg, eine Gesellschaft ohne Verbrechen herbeizuführen. Liebe kann eine ausgeglichene Verteilung der Güter dieser Erde bewirken und allen zu einem menschenwürdigen Dasein verhelfen. Da wo die Wohlhabenden die Habenichtse lieben, gibt es keine Armut.
Heute mache ich die Liebe zu meiner Pflicht. Ich will mithelfen, die Erde zu verändern. Ich kann schon heute im Himmelreich leben. Es ist dies ein Bewusstseinszustand, in welchem ich mich geliebt weiß und andere vorbehaltlos liebe. Von heute an liebe ich mich selbst.
Ich liebe, was ICH BIN. Ich liebe nicht all das, was ich getan habe. Ich Liebe meine Fehler nicht, aber ich würdige das, was ich aus ihnen gelernt habe, und Liebe mich, auch wenn ich Fehler mache.
Ich vergebe all denen, die mich nicht lieben und vielleicht nicht lieben können. Ich liebe sie trotzdem.
Heute entlasse ich meine Familie, meine Freunde und meinen Ehepartner aus der Tyrannei meines Hungers nach Liebe. Nicht länger werde ich ihnen durch Worte oder mein Verhalten zu verstehen geben:
"Ich brauche Deine Liebe; ich bin verletzt und werde böse, wenn Du mich nicht liebst."
Von heute an liebe ich mich selbst.
ICH LIEBE MICH.
ICH BIN GELIEBT
ICH BIN GELIEBT UND ES IST WUNDERBAR.
WEIL ICH MICH LIEBE, BIN ICH FREI, DICH ZU LIEBEN.
ICH BIN GELIEBT UND ICH BIN DANKBAR.

2. S C H R I F T R O L L E
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Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
Ich besitze im Überfluss, wessen alle Menschen bedürfen. Ich bin eine Quelle der Liebe und Anteilnahme.
Dies ist das Geheimnis eines erfolgreichen Lebens: Es gibt keine größere Macht und Kraft als die Liebe. Muskeln können einen Schild spalten und sogar Leben vernichten, doch nur die unsichtbare Kraft der Liebe kann Herzen öffnen und die Seele nähren. Solange ich die Kunst der Liebe nicht beherrsche, kann ich dem Zwecke meines Daseins nicht genügen. Liebe ist das wirkungsvollste Mittel für den Zugang zu Mitmenschen, dem sich niemand verschließen kann. Meinen Gedankengängen mögen sie widersprechen, mein Gesicht ablehnen, meine Ideen mögen Argwohn erregen, meine Liebe jedoch wird Herzen erweichen, so wie die Sonnenstrahlen das härteste Eis zum Schmelzen bringen.
Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
Wie verwirkliche ich sie? Ich werde alle Dinge mit Liebe betrachten und werde wiedergeboren sein. Ich liebe die Sonne, die mich erwärmt; ich liebe aber auch den Regen, der meinen Geist reinigt. Ich liebe das Licht, denn es zeigt mir den Weg; doch ich liebe auch die Finsternis, denn sie zeigt mir die Sterne.
Ich heiße das Glück willkommen, das mein Herz erweitert; ich will aber auch Traurigkeit ertragen und sie zu meinem Besten wenden. Ich will Belohnungen annehmen, denn sie stehen mir zu; aber auch Hindernisse werde ich begrüßen, denn sie fordern mich heraus.
Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
Und wen will ich lieben? Ich liebe meine Quelle, die mir das Leben verliehen hat. Mit tiefer Dankbarkeit anerkenne ich, wie herrlich ich erschaffen bin, in Anlage und Aufbau so vielfältig und wunderbar, dass die Vorstellungskraft es nicht erfassen kann. Ich erkenne, wie fair und empfänglich ich bin, so sehr, dass meine Gedanken und meine Überzeugungen mich zu heilen vermögen und mich froh und leistungsfähig machen können, dass sie aber auch imstande sind, das erstaunliche Gebilde zu zerstören, das ich von meinem Schöpfer empfangen habe. Ich liebe meine Quelle, die mir das Leben und alle Möglichkeiten verliehen hat. Ich erkenne, dass mich meine Quelle mit zahlreichen Möglichkeiten der Wahl und der Erfahrungen ausgestattet hat. Ich kann das Gute oder das Böse, Freude oder Traurigkeit wählen. Dafür liebe ich meine Quelle, und so lange ich liebe, werde ich die Möglichkeiten der Wahl erkennen. Erfüllt von meiner Liebe bin ich dankbar für das, was ich bin.
Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
Und wie werde ich reden? Ich mache es zu meiner Pflicht, Lob zu finden und auszudrücken für meine Feinde, und sie werden zu Freunden. Niemand ist ein Feind, es sei denn, er wurde verletzt. Ich bin dazu geboren, Liebe zu geben und Vorbild zu sein für alle, die andere verletzen. Niemand ist böse, es sei denn, er fühlt Schmerz; meine Liebe lindert Schmerzen. Ich will meine Freunde ermutigen, und sie werden zu meiner Familie zählen. Immer will ich nach Gründen für ein Lob suchen, niemals nach Ausflüchten, um üble Nachrede zu entschuldigen. Wenn ich versucht bin, Kritik zu üben, werde ich mir in die Zunge beißen; wenn ich zum Lobe bewegt bin, werde ich dafür sorgen, dass es gehört wird.
Sprechen nicht die Vögel, der Wind, das Meer und die ganze Natur mit Musik das Lob ihres Schöpfers? Kann ich nicht mit der gleichen Musik sprechen, um zu offenbaren, dass Er mich nicht armselig erschaffen hat? Ich muss wissen, dass alle Menschen so wunderbar geschaffen sind wie ich, und dass es so wie mir auch den anderen schwer fällt, diese Schönheit und Vollkommenheit zu zeigen. So will ich denn meine Quelle lieben, indem ich ihr Schöpfungswerk in allen Menschen und in der ganzen Natur liebe. Ich will hinfort stets an dieses Geheimnis denken, und es wird mein Leben verändern.
Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
Und ich liebe nicht nur deshalb, um freundlich und nett zu erscheinen, obwohl auch das schon viel bedeutet. Ich liebe vor allem, weil Liebe wirkt und weil sie mein bestes Werkzeug ist, um mit den Lehren des Lebens fertig zu werden und seine Möglichkeiten zu nutzen. Ich liebe, weil mich die Liebe stark macht und weil sie Ergebnisse zeitigt. Mit ihr werde ich die Mauern aus Misstrauen und Hass niederreißen, welche Menschen um ihre Herzen errichtet haben und an ihrer Stelle werde ich Brücken bauen, so dass meine Liebe Zugang zu ihren Seelen findet. Ich liebe die Ehrgeizigen, denn sie können mich begeistern. Ich liebe die Versager, denn sie belehren mich. Ich liebe die Könige, denn es sind Menschen. Ich liebe den Demütigen, denn er ist göttlich. Ich liebe die Reichen, denn sie sind so allein! Ich liebe die Armen, die so zahlreich sind. Ich liebe die Alten, denn sie haben teil an der Weisheit. Ich liebe die Schönen, deren Augen Traurigkeit verraten, und die Hässlichen, die den Frieden haben.
Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
Aber wie werde ich auf die Handlungen der anderen antworten? Mit Liebe. Denn so wie die Liebe meine Waffe zur Öffnung der Menschenherzen, ist sie auch mein Schild, um die Pfeile des Hasses und die Speere des Zornes abzuwehren. Gegnerschaft und Entmutigung werden gegen meinen neuen Schild schlagen wie sanfter Regen. Mein Schild wird mich auf dem Marktplatz schützen und wenn ich allein bin. Er wird mich in den Augenblicken der Verzweiflung stützen und mich beruhigen, wenn ich mich hinreißen lasse. Ich werde mit seiner Hilfe stärker und geborgener, bis ich Ihn eines Tages zur Seite stellen und unbeschwert unter den Menschen einherschreiten kann. Dann werde ich in ein neues Leben eingehen.
Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
Wie werde ich mich denen gegenüber verhalten, die mir begegnen? Nun in dieser Weise: Mit innerer Ruhe, und indem ich wortlos zu ihm sage: Ich liebe Dich. Obwohl unausgesprochen, werden diese Worte in meinen Augen aufleuchten, meine Brauen glätten, ein Lächeln auf meine Lippen zaubern und in meiner Stimme mitschwingen. Und sein Herz wird sich öffnen. Wer wird zu mir nein sagen können, dessen Herz meine Liebe fühlt?
Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
Und vor allem werde ich mich selbst lieben. Deshalb werde ich eifrig alle Dinge prüfen, die in meinen Körper, meine Gedanken, in mein Herz und meine Seele dringen. Nie werde ich den Begierden meines Fleisches nachgeben, sondern meinen Körper mit Reinheit und Maßhalten pflegen. Ich werde es meinem Gemüt nicht erlauben, zu Übel und Verzweiflung hinzuneigen, sondern ich werde meinen Sinn mit ewiger Erkenntnis und Weisheit stärken. Nie werde ich meiner Seele erlauben, selbstzufrieden zu werden, sondern ich werde sie nähren mit Meditation und Gebet. Nie werde ich meinem Herzen gestatten, klein und bitter zu werden, es vielmehr ausdehnen und mit anderen teilen, so dass es die Erde wärmt. Was ich bin, braucht Liebe, und es ist meine Verantwortung, all das zu lieben, was ICH BIN. Geborgen in dieser Liebe bin ich frei, anderen Liebe zu geben.
Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.
An diesem heutigen Tag liebe ich die ganze Menschheit. Von diesem Augenblick an ist jeder Hass aus meinen Adern verschwunden, denn ich habe keine Zeit zu hassen, nur Zeit zu lieben. Von jetzt an unternehme ich den ersten Schritt, um ein Mensch unter Menschen zu sein. Mit der Liebe wächst meine Leistungsfähigkeit, und ich lebe als Kind Gottes. Auch wenn mir alle anderen Fähigkeiten fehlen, werde ich allein durch die Liebe erfolgreich sein. Ohne sie müsste ich scheitern, auch wenn ich alle Kenntnisse und Geschicklichkeiten der Welt besäße.
Ich grüße diesen Tag mit Liebe und bin gesegnet.

Die Essener waren eine spirituelle Gemeinschaft der antiken Welt, deren Mitglieder sich über viele Völker des Orients verteilten, vor allem aber in Ägypten und im heutigen Israel vertreten waren. Es bestanden enge Kontakte zwischen den Essener WEISEN dieser Völker, insbesondere wohl nach Ägypten. Die Gemeinschaft selbst nannte sich "Die Kinder von "Essania" = "Kinder des LICHTS", oder "Kinder der SONNE".

 

Die Schriftrollen der Essener wurde in einer Felsspalte am Roten Meer wiederentdeckt, es handelt sich um zwölf Rollen.

  Es gibt Hinweise darauf, dass Jesus, der größte spirituelle Lehrer aller Zeiten, zumindest Kontakt zu den Essenern hatte.

1. S C H R I F T R O L L E

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Mein Herz ist ein Garten, genannt Eden
Mein Garten ist fruchtbar und schöpferisch
Die Samen die in meinen Garten fallen, brauchen nur geringe Förderung, um zu blühen
Wie der Urgarten Eden kann er ein Segen oder ein Fluch sein
Ein ungepflegter Garten wird zu einem Dschungel, und kein Garten bringt mehr Wachstum hervor als der Garten meines Herzens und meines Gemütes

Wenn Unkraut und Disteln gepflanzt werden, so sind sie es, die wachsen
Sie werden die Blumen meines Herzens, die Lebensfreude, ersticken und verderben
Der Meister hat gesagt: "Wie der Mensch in seinem innersten Herzen denkt, so ist er."
Was ich in meinem Garten gepflanzt habe, ist, was ich bin, oder besser gesagt, ist, was ich glaube zu sein, und alles, was ich je in meinem Leben erfahren werde, ist, was ich im Garten meines Herzens pflanze.

Wenn ich Samen des Schmerzes und der Zurücksetzung säe, so pflanze ich in meinen Garten die Überzeugung, ungeliebt zu sein, pflanze Dornen des Schmerzes und der Benachteiligung, Selbstmitleid wird die Erfahrung meines Lebens sein.

Ich bin ein Gärtner. Mein Herz ist mein Garten
Man nennt es auch das Unbewusste oder das Unterbewusste
Ob Herz oder Gemüt mein Garten ist der Ort, wo ich Worte, Gedanken Überzeugungen und Ideen gepflanzt habe.
Diese Samen sind lange gepflegt worden und haben als Früchte die Art und Weise erzeugt, wie ich die Welt sehe und erfahre

Ich bin ein Gärtner und ein Denker
Meine Gedanken kommen aus meinem Garten, und meine Worte und Gedanken säen wiederum die Blumen oder das Unkraut

Wie jedermann spreche auch ich zu mir selbst
Meine Gedankenwelt ist jeden wachen Augenblick tätig und mein Sinn ist voller Worte, Gedanken und Meinungen
Die Worte und Gedanken, die Meinungen und Überzeugungen sind Erzeugnisse meines Gartens, und sie sind wiederum Samen und Dünger für meinen Garten, so dass die Pflanzen, die darin wachsen, seien sie gut oder schlecht, jeden Tag stärker werden, tiefere Wurzeln schlagen und immer überzeugender wirken

Mein Sinn ist voller Überzeugungen, Gewohnheiten und Beschreibungen
Wenn ich in einem Gesicht einen Ausdruck sehe, neige ich dazu zu sagen: "Das bedeutet...", und wenn meine Interpretation für mich vorteilhaft zu sein scheint, reagiere ich mit einem Aufleuchten von Befriedigung und beglückwünsche mich
Sagt meine Interpretation aber, der Gesichtsausdruck sei unfreundlich gewesen und bedeute Ablehnung und Missbilligung, so lasse ich in mir ein Gefühl des verletzt seins hochkommen und tadle die Person, deren Gesichtsausdruck ich interpretiert habe

Ich war mir bis jetzt nicht bewusst, dass das Muster für meine Interpretation in meinem eigenen Garten gewachsen ist
Ich war mir nicht gewahr, dass Vertrauen und Selbstwertgefühl, das Wissen, dass ich goldrichtig bin und geliebt werde, Blumen aus meinem eigenen Garten sind

Von heute an beginne ich ein neues Leben
Ich pflanze einen neuen Garten und ernte neue Gedanken und Überzeugungen
Ich bin verantwortlich für die Gedanken, die ich hege
Ich bin überzeugt, dass ich zu mir selber spreche, wie ich das ja auch immer schon getan habe.

Ich bin der Meistergärtner meines Lebens
Ich kann nunmehr die Verantwortung für das übernehmen, was ich zu mir selber sage
Ich bin verantwortlich für meine Überzeugungen. Wie ich mich jeden Tag fühle, wird das Resultat dessen sein, was ich zu mir selber sage und was ich immer wieder zu mir gesagt habe

Wenn ich es sehr schwierig finde, wunderbare und liebevolle Urteile über mich selbst zu mir zu sagen, so kommt das daher, dass diese einsam stehende kleine Blume des Selbstwertes, die ich heute pflanze, von den Tausenden, ja Millionen Unkräutern, die ich gepflanzt und genährt habe, fast erstickt wird.

Heute pflanze ich einen neuen Garten
Es ist ein Garten der Freude und neuen Lebens
Die Erzeugnisse meines Gartens werden Gesundheit, Wohlstand und Güte sein
Mein neuer Garten wird mich ernähren mit vielfältigen, bedeutungsvollen Freundschaften
Frohsinn und Zufriedenheit werden im Garten meines Herzen reifen

Wucherndes Unkraut ist in meinem Garten, weil ich immer wieder an Mangel und Einschränkungen gedacht habe
Samen werden gesät durch Wiederholung
Es bildet sich ein Gedankenmuster, und das Unkraut wird bewässert und genährt, so oft ich mit Zurücksetzung, Demütigung, Zorn, Groll oder Eifersucht reagiere

Auch mein neuer Garten wächst durch Wiederholung
Neue Gedanken bauen sich auf zu neuen Denkmustern, und freudige, kräftigende, nährende Gedanken werden zu verwurzelter Gewohnheit
Mein neuer Garten wird mein neues Leben, meine neuen Sitten und eine neue Weise, mich selbst zu sehen

Heute fange ich an, eine neue Gewohnheit anzunehmen
Ich schaffe starke und tiefe Wurzeln verantwortungsbewussten Denkens, indem ich mich an das folgende tägliche Programm halte

Die Schriftrolle, die ich in der Hand halte ist ein "Bija" (ausgesprochen bi-ha)
Das Wort Bija bedeutet Samen
Die Bija-Schriftrollen enthalten die Samen fröhlicher, positiver, liebevoller und gesunder Gedanken, die in meinem Garten wachsen sollen
Ich will mich mit solchen Gedanken mit aller Sorgfalt vertraut machen und darüber wachen, dass sie meinen Sinn erfüllen mit neuen Überzeugungen, Denkmustern und Handlungsweisen
Jeden Tag werde ich meinen Sinn, mein Herz und meinen Garten in gleicher Weise wie meinen physischen Körper ernähren

Jeden Tag werde ich die Worte dieser Schriftrolle wie eine Mahlzeit zu mir nehmen und die darin enthaltenen Gedanken verdauen

Das erste Mal werde ich sie beim Aufstehen lesen, damit die ersten Gedanken meines Tages, die meine Gemütslage und meine Erwartungen bestimmen, nährend und heilend sind und mich zur göttlichen Quelle meines Seins erheben
Ich werde die Bija-Schriftrolle wieder zur Mittagszeit lesen, um die starken Wurzeln meiner neuen Denkgewohnheiten und einer neuen Lebensweise zu ernähren
Und jeden Abend werde ich die Bija-Schriftrolle lesen, so wie ich stoffliche Nahrung zu mir nehme
Ein viertes Mal werde ich die Schriftrolle wiederholen, wenn ich zu Bett gehe, damit ich mit den Gedanken einschlafe, die ich für meinen schönen Garten ausgewählt habe
Ich werde die Worte dieser Bija-Schriftrolle schweigend oder laut während dreißig Tagen viermal wiederholen. Dann will ich mich der zweiten Schriftrolle zuwenden

Dazu verpflichte ich mich heute.

Ich will in mir einen neuen Garten pflanzen. Heute übernehme ich die Verantwortung für die Gedanken, die ich hege, und für alles, was ich glaube
Ein Jahr lang werde ich diese Übung auf mich nehmen
Jeden Tag werde ich meinen Sinn und mein Herz viermal mit "Samen-Gedanken" füllen und dadurch mein Wesen verändern

Es gibt zwölf Bija-Schriftrollen
Jeden Monat für ein Jahr werde ich eine neue Bija-Schriftrolle vornehmen, um meinen Garten mit neuem Leben zu erfüllen

Dazu verpflichte ich mich heute vor mir selber

Ich werde nicht wanken
Ich bin mir selber wichtig genug, um meine Verpflichtung einzuhalten und ein neues Leben aufzubauen
Heute habe ich ein neues Leben begonnen, einen neuen Garten angelegt, und ich bin erfüllt von Dankbarkeit

Quantenphysik

 

Was besagt denn nun eigentlich diese Quantenphysik?

Eigentlich besagt die Quantenphysik als Hauptaussage, daß Materie, wie wir sie kennen, eigentlich auch nur eine Form von Energie ist, Atome sind eigentlich nur leerer Raum voller Energie, die sich wie ein Wirbel bewegt. Das hat nun schon Einstein gezeigt mit seiner Formel E=mc². Meint eigentlich nur, Energie ist gleich Masse mal Quadrat der Lichtgeschwindigkeit. Den praktischen Beweiß hat uns die Atombombe gezeigt.

 

 

Beim Licht war es schon lange bekannt, dass es sowohl Teilchen- als auch Welleneigenschaften hat. Die Quantenphysik zeigt nun, daß dies für alle Materie gilt. Misst man die Masse und das Gewicht eines Atoms,so erscheint es als Materie, misst man Spannungspotential und Wellenlänge, dann erscheint es als Energie. Aus Sicht der Quantenphysik zeigt sich das Universum als eine Integration voneinander abhängiger Energiefelder, die sich untereinander beeinflussen. Und mit dieser Aussage sind wir bei der Kernaussage der meisten alten philosophischen Systeme, die besagen, dass alles miteinander verbunden ist.

 

Die Frage lautet nun, warum kann ich dann nicht durch die Platte meines Schreibtisches fassen, warum kann ich die Tastatur meines Computers bedienen, warum ist das alles so real? Weil ich auf der selben Frequenz schwinge, deshalb bieten mir die Dinge Widerstand. Und was ist Wahrnehmung überhaupt? "The bleep" (www.thebleep.de)zeigt sehr deutlich auf, daß Wahrnehmung in unserem Kopf entsteht, das was unsere Sinnesorgane uns vermitteln, wird erst im Gehirn zu dem, was wir wahrnehmen.

Die Quantenphysik lehrt uns nun aber auch, daß nichts wirklich real ist, weil man den Ort eines Teilchens nur dann bestimmen kann, wenn man es beobachtet, objektiv gesehen kann man nie sagen, wo es sich gerade befindet. Dies wird sehr deutlich am Doppelspaltversuch gezeigt.

Als wenn das nicht schon genug wäre, stellt die Quantenphysik auch noch die Zeit als Realität in Frage.Wir sind es gewohnt, in vier Dimensionen zu denken. Länge, Breite, Höhe und Zeit. Die Quantenphysik rechnet mit mehr Dimensionen, weil es sonst nicht funktioniert und da wird auch die Zeit zu einer Wahrnehmung, die eine Illusion ist.

Diese kurze Einführung soll nicht zeigen, daß das Newtonsche Gesetz nun ungültig ist, es gibt weiterhin die Schwerkraft und die Anziehungskraft generell, es soll nur zeigen, daß dahinter noch weit mehr steckt als bisher angenommen.

 

Hier ein paar Kernaussagen der Quantenphysik

 

Aussage 1: Der leere Raum

Genau betrachtet ist alles was wir sehen in der Hauptsache leerer Raum. Nehmen wir den Kern eines Wasserstoffatoms und vergrößern wir diesen Kern zur Größe eines Fußballs. Dann kreist das dazugehörige Elektron in einer Entfernung von 30 KM um dieses Atom, dazwischen ist nichts.

 

Aussage 2: Ist ein Teilchen Materie oder Welle?

Die Antwort lautet, sowohl als auch. Interessanterweise verhält sich ein Teilchen je nach Einstellung des Betrachters wie Materie oder wie Wellen. Der Beobachter bestimmt also, was das Teilchen ist.

 

Aussage 3: Quantensprünge und Wahrscheinlichkeit

Das die Elektronen ihren Kern auf genau festgelegten Bahnen umkreisen hat wohl jeder im Physikunterricht gehört. Wenn aber die Elektronen ihre Bahn wechseln, dann verlassen sie die alte Bahn und tauchen zeitgleich auf der anderen Bahn auf. Und man kann nie voraussagen, wann die Elektronen ihre Bahn wechseln.

 

Aussage 4: Das Unbestimmtheitsprinzip

Misst man den Aufenthaltsort eines Teilchens, so kann man nicht gleichzeitig seine Geschwindigkeit messen und umgekehrt. Dies nennt man die Heisenbergsche Unschärferelation.

 

Aussage 5: Nicht-Lokalität, EPR, Bells Theorem und die Quantenverschränkung

 Da Albert Einstein die Quantenphysik nicht mochte, wollte er zusammen mit den Physikern Podolsky und Rosen (EPR) diese ungeliebte Quantenphysik widerlegen. Also schoss man mit einer Teilchenquelle zwei Teilchen in genau entgegengesetzte Richtungen in den Raum. Wirkt man nun auf ein Teilchen ein, dann verändert sich das andere Teilchen genauso. Diese sogenannte Verschränkung wurde von dem Physiker John Bell 1964 bewiesen und ist mittlerweile in Versuchen immer wieder bestätigt worden.

Fazit aus diesen Aussagen:

Jeder Mensch ist im Sinne der Quantenphysik ein Beobachter seiner Umgebung und beeinflusst diese. Nach der Kopenhagener Deutung ist ein Teilchen erst dann ein Teilchen, wenn es beobachtet wird. Das Bewusstsein lässt die Umgebung erst entstehen.

  

Das Problem ist nur, dass wir zwar 2000 Bits pro Sekunde bewusst verarbeiten, unbewusst sind es aber 400 Milliarden Bits. Wir alle bestimmen unsere Welt durch unsere meist unbewussten Glaubenssätze.