Das Unbewusste, das unbekannte Wesen

Ich habe mich entschlossen, noch einmal ein paar Zeilen über das Unbewusste (oder Unterbewusste) zu verfassen.

Die einen schimpfen über Ihr Unterbewusstsein, weil es ihnen immer dazwischen funkt, andere sprechen ihm gar jede Existenz ab. So nach dem Motto: „Ich bin der Chef in meinem Kopf“. Manche wissen spätestens nach Josef Murphy, dass man sein Unbewusstes dahin gehend prägen kann, dass es positiv für einen arbeitet.

Der logische Umkehrschluss ist dann aber, dass es auch negativ geprägt sein kann. (Wobei positiv und negativ ja immer eine subjektive Beurteilung sind).

Nähern wir uns der Sache doch einmal, welche Funktionen das Unbewusste hat. Ganz offensichtlich speichert das Unbewusste alle Informationen ab, und wenn ich sage alle, dann meine ich es auch. Auf viele Dinge haben wir bewusst keinen Zugriff, das Unbewusste kennt sie alle.

Dann beinhaltet das Unbewusste noch die Regelung der elementaren Körperfunktionen, Atmung, Herzschlag, Verdauung etc.. Diese Funktionen bringt das Unbewusste mit, ohne dass wir etwas lernen müssen.

Zudem speichert das Unbewusste alles ab, was wir mal erlernt haben und was sich automatisiert hat. Laufen, Fahrradfahren, Autofahren oder was sonst noch jemand an Fähigkeiten hat.

Soweit ist ja noch alles einfach, Das Unbewusste ist zudem auch noch dafür zuständig, den Körper auszubilden. Ursprünglich ausgestattet mit einem perfekten Bauplan, können sich da aber auch mehr oder weniger gravierende Änderungen ergeben, so dass es nicht mehr ganz so perfekt ist.

Das Unbewusste ist auch für jede Form der außersinnlichen Wahrnehmung zuständig, weil es energetisch mit allem in Verbindung steht. In unserem Kulturkreis wird einem schnell beigebracht, dass so etwas nicht geht, für die Ureinwohner Australiens ist so etwas beispielsweise selbstverständlich. Es kann jeder, nur müssen wir meist dafür üben, um es wieder zu erinnern.

Über das Unterbewusste nimmt unser Bewusstsein den Kontakt zu unserem Überbewussten auf, dem göttlichen Funken in uns, der unsere Realität manifestiert. Dieses können wir nämlich mit dem Bewusstsein nicht direkt erreichen, was auch gut so ist, denn sonst würde sich jeder flüchtige Gedanke sofort materialisieren und das wäre Chaos pur.

Wie also gehe ich mit meinem Unbewussten um? Für mich finde ich es ganz nützlich, dass sich das Unbewusste, was ja nur ein Teil von mir ist, um viele Dinge kümmert. Und ich weiß, dass mein Unbewusstes in der Kindheit sehr viel aufgenommen hat, ohne es zu hinterfragen. Macht nichts, es hatte Sinn, denn sonst hätte ich niemals genug lernen können, um in der Welt zu bestehen. Nebenbei habe ich schon eine riesige Menge aufgeräumt.

Ansonsten beobachte ich mich, denn alles, was emotional hochkommt, kommt aus meinem Unbewussten, dies ist sein Weg, sich mitzuteilen. Ich frage mich, welche Information dahinter steckt, welche Botschaft mein Unbewusstes hat, und so kann ich dann meinem Unbewussten neue Überzeugungen mitgeben, in dem ich die alten beseitige und dann Platz habe für Neues.

Mein Unterbewusstes macht immer nur Vorschläge, es diktiert nicht.

 

Mein Unbewusstes ist ein wichtiger Teil von mir, mein bester Freund. Ist es bei Dir auch so?