Trauer und Trauerarbeit

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Immer wieder passiert es, dass Lebewesen aus unserem Leben gehen, weil sie versterben. Obwohl dies zum Leben gehört, ist es in einigen Fällen jedoch auch sehr schwer,
den Verstorbenen „loszulassen“. Ich schreibe hier nur von dem Verstorbenen, um es einfacher auszudrücken. Der Verstorbene kann ein Mensch gewesen sein,
aber ebenso ein Tier, welches uns verlassen musste. Während eine gewisse Zeit der Traurigkeit normal ist und uns Gelegenheit gibt, von dem Verstorbenen Abschied zu nehmen,
so wird das problematisch, wenn die Trauer auch im Laufe der Zeit nicht weniger wird.

Meistens steckt dahinter eine Form von Wut, auch wenn man dies nicht wahrhaben will. Doch machen wir uns einmal Gedanken, woran es liegen könnte.

  • Vielleicht fühlst Du Dich alleingelassen und bist jetzt wütend, weil der Verstorbene Dich einfach gegangen ist?
  • Bist Du wütend auf Dich, weil Du nicht helfen konntest?
  • Bist Du wütend auf das Schicksal, welches Dir den Verstorbenen entrissen hat?
  • Wenn es ein plötzlicher, unerwarteter Tod war, eventuell gar ein Unfall, bist Du wütend auf andere Beteiligte, die Deinem Gefühl nach dieses Ereignis „verschuldet“ haben?
  • Bist Du eventuell wütend, weil dem Verstorbenen nicht jede erdenkliche Hilfe zugekommen ist?
  • Wenn der Verstorbene von Ärzten behandelt wurde, bist Du der Meinung, man hätte nicht alles Mögliche getan? Gibst Du jemandem die Schuld?
  • Wenn es ein längerer Krankheitsprozess war, wie war es als Du von der Diagnose erfahren hast? Ist Dir die Zeit quälend langsam vorgekommen oder ging es subjektiv gesehen rasend schnell?
  • Wenn der Verstorbene an einer Krankheit gelitten hat, hast Du ihm eventuell ein schnelles, friedliches Ende gewünscht und machst Dir jetzt deswegen Vorwürfe?
    Fühlst Du Dich deswegen schuldig?
  • Fehlten Dir damals eventuell wichtige Informationen? Und wie ist dies jetzt für Dich?
  • Ist während der gesamten Zeitetwas geschehen, was Du nicht verarbeitet hast? Ich meine damit Anmerkungen Deines Umfeldes, Reaktion von anderen oder so etwas in der Art?
  • Fühltest Du Dich mit der Situation überfordert und machst Dir jetzt Vorwürfe, eventuell versagt zu haben?
  • Wie weit hattest Du Hilfe bei der Planung der Bestattung? Hat der Bestatter alles zu Deiner Zufriedenheit erledigt? Wie waren die Gespräche mit dem Pastor oder Trauerredner? Haben diese die richtigen Worte gefunden?
  • Gab es innerhalb der Familie Uneinigkeit, was die Bestattung oder den Nachlass anging?
  • Wie verlief die Bestattung, sind dort Dinge vorgefallen, die Dich verletzt haben? Möglicherweise haben auch Menschen etwas gesagt, was gut gemeint war, aber bei Dir ganz anders angekommen ist?
  • Gab es Menschen, von denen Du Dir eine Unterstützung erhofft hast, und sie haben nicht oder nicht angemessen reagiert?
  • Gab es Menschen, deren Trauer für Dich „scheinheilig“ war? Weil diese Menschen sich vorher nicht um den Verstorbenen gekümmert haben, und nun das große Leid anstimmen?
  • Gab es Menschen, um die Du Dich während dieser Zeit weniger gekümmert hast, als es eigentlich nötig war?
  • Gibt es Worte, die Du noch gerne gesagt hättest, die nun aber ungesagt geblieben sind?
  • Fühlst Du Dich schuldig, weil Du noch lebst, während der Verstorbene nicht mehr hier ist?
  • Welche Gefühle und Gedanken hast u, wenn Du an die eigene Endlichkeit in diesem Körper denkst?

Wenn es einen Trauerfall gibt, den Du nicht verarbeiten, dann gehe für Dich obige Liste durch und finde die Punkte, die auf Dich zutreffen. Erstelle eine Liste und arbeite sie mit
MCTS (mind clearing tapping solution, EFT) ab.

Denk daran, nichts geschieht aus Zufall und ohne Sinn, auch wenn wir ihn oft erst viel später erkennen. Wir sind unsere Seele und haben uns diesen Körper nur erschaffen,
um in dieser Inkarnation agieren zu können. Der Tod des Körpers ist für unsere Seele nur ein Übergang.