Das ist ja alles so schwer

Kiste

Immer wieder höre ich die Aussage, es sei so schwer sein Denken zu ändern, um damit die Realität zu ändern. Diese Aussage ist natürlich schon wieder
eine nicht dienliche Überzeugung, nur darf man ja auch hinterfragen, warum der Einwand entsteht.

Wie wir wissen denken wir informationstechnisch gesehen 2000 Bits pro Sekunde bewusst und 400.000.000.000 (sprich 400 Milliarden) Bits pro Sekunde unbewusst.
Bei dem unbewussten Denken ist natürlich eine Menge dabei, die recht komplexen Vorgänge in unserem Körper zu steuern, aber es bleibt genug übrig,
um unser Denken nachhaltig zu bestimmen.

Im HUNA aus Hawaii sagt man, dass nicht unser bewusstes Denken unsere Realität bestimmt, sondern das Unbewusste. Und die Realitätsgestaltung
übernimmt das Überbewusstsein, welches vom Unbewussten angesteuert wird und auf das wir bewusst keinen Einfluss haben.

Und das ist auch gut so, denn wenn sich jeder flüchtige Gedanke sofort verwirklichen würde, dann hätten wir Chaos ohne Ende.

Nehmen wir nur die Anweisung, Du sollst jetzt auf keinen Fall an kleine blaue Elefanten denken, was machst Du automatisch? Siehst Du, und es wäre ein Mordaufwand,
die vielen kleinen blauen Elefanten unterzubringen und zu versorgen.

Das Bewusstsein ist meist recht quirlig, das Unbewusste eher meinungsstabil (oder stur).

Es geht also bei der bewussten Realitätsgestaltung darum, das Unbewusste prägend zu beeinflussen. So dass es anders, dienlicher für uns denkt.
Doch weil das Unbewusste meist eher träge reagiert, verlieren wir die Geduld und landen beim ursprünglichen Problem.

Nehmen wir an, Du bist es leid, niemals ausreichend Geld für alles zu haben, was Du gerne kaufen möchtest, oder noch schlimmer, Du bist gerade etwas knapp bei Kasse
und dies schon seit längerer Zeit. Und Du denkst, so ein paar Lottomillionen könnten das echt ändern. Gesagt, getan, ab in den Lottoladen und einen großen Schein gemacht.
Und ab da murmelst Du pausenlos und gebetsmühlenartig die Affirmation, dass Du den Riesengewinn abstaubst.

Das Unbewusste hat aber seine Gründe gehabt, warum es besser für Dich ist, nur wenig Geld u haben und setzt Dein Vorhaben erst mal ganz zaghaft um, Du erhältst auf
Deinen riesigen Schein mal gerade ein paar Euro für drei Richtige. Du denkst: „Mist, klappt nicht und schon wieder ein paar Euros sinnlos versenkt“.
Und schon bist Du wieder in Deinem alten Denken und weiterhin knapp bei Kasse.

Doch woraus besteht Dein altes Denken? Ein typischer Glaubenssatz, den man oft von den Eltern oder anderen Bezugspersonen übernommen hat,
lautet: „Geld verdirbt den Charakter“. Oder aber auch, dass die Reichen ihren Wohlstand auf Kosten anderer bekommen haben.
Und da Du weder einen schlechten Charakter haben möchtest noch andere über den Tisch ziehen willst, bleibst Du lieber arm.

Wenn Du nun diese Glaubenssätze mal wirklich überprüfst, dann stellt Du fest, dass sie absolut unsinnig sind, denn Charakter hat nichts mit Geld zu tun und
da Du durch Dein Denken Deine Realität gestaltest, ist es auch nicht notwendig, jemandem etwas wegzunehmen, um mehr zu haben.

Was hindert Dich, diese Glaubenssätze zu ändern? Nur die Tatsache, dass Dir nicht klar ist, dass Du sie hast.

Mal ehrlich, wärest Du wirklich überzeugt gewesen, hätte ein Feld auf dem Schein gereicht und der Weg zum Reichtum führt über die kleinen Erfolge.
Damit bestätigst Du Deinem Unbewussten nämlich, dass es Dir dienlich ist. Denn so denkt Dein Unbewusstes, wie ein kleines Kind. Und wie bekommt man Kinder dazu,
so zu handeln, wie man möchte? Weder durch schimpfen noch lamentieren und auch nicht über das Androhen von Strafe. Nein, eine Änderung geht über Lob und Bestätigung.
So kannst Du auch mit Deinem Unbewussten umgehen. Liebevoll und lobend, wenn etwas so funktioniert, wie Du es gerne hättest.

Und das funktioniert in allen Bereichen. Geht es um Gesundheit, ist es dienlich, jede Verbesserung lobend zu erwähnen und wenn es um Partnerschaft geht,
einfach mal jede nette Begegnung bewusst zu registrieren, jedes Lächeln und jeder nette Blick.

Im HUNA nennt man dies Segnen und es hat nichts mit dem Segen in der Kirche zu tun. Man kann alles segnen, selbst das Potential, welches überall verborgen ist.

Denk mal drüber nach, es ist meine Ansicht, aber ich könnte ja auch recht haben.