Das Dilemma mit den Konditionierungen

Beim Mind Clearing System geht es ja darum, alle Ereignisse aus der Vergangenheit, bei denen nicht dienliche Glaubenssätze entstanden sind, aufzuarbeiten.

Muss ich wirklich jedes Ereignis auflösen?

Ja, denn alles, woran Du Dich erinnern kannst, und was Dich emotional berührt, hat noch eine Botschaft für Dich.

Es folgt allerdings auch, wenn es da etwas gibt, was Dich nicht mehr emotional berührt, dann hat es auch keine Botschaft mehr für Dich.

Du kannst keine Erinnerungen aus dem Gedächtnis löschen, alles seit der Zeugung wird dort haarklein chronologisch aufgezeichnet.

Was ist denn, wenn ich alle Glaubenssätze erlöst habe, die mich eingeschränkt haben, und es in meinem Leben trotzdem nicht vorwärts geht.

Sind dann eventuell Konditionierungen im Spiel? Was sind denn Konditionierungen und wie funktionieren sie eigentlich?

Der Begriff geht auf den russischen Forscher Iwan Pawlow zurück (1848-1936). Dieser Untersuchte dieses Phänomen als erster und stellte auch den Unterschied zwischen einem unkonditionierten und einem konditionierten Verhalten dar.

Da Pawlow seine Forschungen mit Hunden machte, wollen wir dies hier auch einmal betrachten.

Pawlow stellte fest, dass der Speichelfluss der Hunde angeregt wurde, wenn es Futter gab. Dies ist ein unkonditionierter, ein natürlicher Vorgang.

Wenn er seine Hunde immer zur selben Zeit fütterte, entstand diese Speichelfluss immer kurz vor der Fütterung, dies ist ein erworbener, ein konditionierter Reflex. Daraufhin verband er die Futtergabe immer mit dem Klingeln eines Glöckchens. Interessanterweise wurde der Speichelfluss dann bereits nur durch das Klingeln des Glöckchens ausgelöst, auch wenn es kein Futter gab.

Was bedeutet dies denn nun für uns, die wir mit Mind Clearing System die nicht-dienlichen Glaubenssätze eliminiert haben?

In manchen Fällen haben wir uns selbst unbewusst ein Verhalten antrainiert, einfach auf der Basis „fehlerhafter“ Glaubenssätze. Auch wenn der Glaubenssatz verändert wurde, kann es sein, dass trotzdem unser Verhalten und unsere Reaktionen trotzdem gleich geblieben sind.

Und was macht man dann dagegen?

Ganz einfach, durch Selbstbeobachtung diese Konditionierungen erkennen, und sich zu neuen Verhaltensweisen entscheiden.