Kennt Ihr den schon?

Sagt der Personalchef zum Bewerber im Vorstellungsgespräch: „Sie können hier viel Geld verdienen, sie müssen aber auch einiges dafür leisten“. Da sagt der Bewerber: „Mist, ich wusste doch, dass die Sache einen Haken hat“.

Wie jeder gute Witz steckt hier auch ein wahrer Kern darin. Vielfach kann man beobachten, wie sehr viele Menschen zwar ihr Leben verbessern wollen, aber sie wollen sich dazu nicht einbringen.

Also, man ist begeistert von „Positivem Denken“, so nach dem Motto: Ab heute denke ich nur noch positiv. Also, statt: „Das ist aber Sch…..“ denkt man dann: „Das ist aber eine schöne Sch…..“.

Das Ganze wir dann auch noch mit vielen positiven Affirmationen unterstützt, möglichweise gar mit „Sublimals“, d.h., Affirmationen jenseits der Hörschwelle, die nicht bewusst wahrgenommen werden, sondern direkt ins Unbewusste gehen. Und spätestens hier schreie ich mal ganz laut: „Stop“.

Wenn ich den Gedanken akzeptiere, dass ich meine Realität durch mein Denken gestalte, dann folgt daraus, dass ich meine jetzige Situation auch erschaffen habe und die Dinge, die ich nicht so wollte, habe ich unbewusst erdacht und erschaffen.

Und jetzt soll ich einfach etwas parallel einpflanzen zu Informationen, Überzeugungen und Glaubenssätzen? Und damit zusätzliche Konflikte schaffen?

Ist es nicht besser, erst einmal die Ist-Situation zu erkennen und diese dann zu verändern? Natürlich erfordert es Arbeit, mit sich selbst, mit seinen eigenen Baustellen.

Gibt es einen Weg drum herum? Eine Schnellstraße? Eine Umgehung? Nein, die gibt es nicht.

Darum:

Wenn Du schnell vorwärts kommen willst in Deiner Entwicklung, dann mache es langsam. Langsam ist gründlich und gründlich ist schnell.