Freiheit und Frieden

Frieden

Vor wenigen Tagen, am 8.Mai, waren überall die Feiern zum Sieg über Nazi Deutschland und man gedachte aller Opfer, nur nicht den deutschen Opfern.

Es wurde feierlich im Fernsehen übertragen, wie u.a. unser Bundespräsident Steinmeier, unsere Bundeskanzlerin Merkel und der nette Herr Schäuble in trautem
Zusammensein die Globalschuld des deutschen Volkes intonieren und immer wieder betonen, dass diese deutsche Schuld niemals getilgt werden kann.

Leider konnte ich mir diese Reden nicht in Ruhe anhören, weil mich hierbei eine sich ständig steigernde Übelkeit überkam.

Ja, der Krieg war schrecklich, mit Tätern und Opfern auf allen Seiten. Und ich denke nicht, dass es viele Soldaten waren, die gerne in diesen Krieg gingen.
Wehrdienstverweigerung konnte man machen, dann wurde man an die Mauer gestellt und das Thema war durch.

Ebenso gab es viele zivile Opfer, auch auf allen Seiten. Alleine darüber könnte man viele Bücher schreiben.

Gab es eine echte Aufbereitung? Ich denke nicht. Die Nürnberger Prozesse verurteilten 12 Nazi-Größen zum Tode, einige der alten Seilschaften wechselten schnell in
das neue System, interessante Wissenschaftler wurden mal eben exportiert und so weiter.

Wenn man auf die Archiv-Seiten des FBI geht, findet man ca. 800 Seiten mit Briefwechseln, oft von J.Edgar Hoover, die sich mit der Frage nach dem Verbleib von Adolf Hitler
und Eva Braun beschäftigen. Wenn sich selbst der oberste Chef des FBI mit solchen Gedanken beschäftigt, war es vielleicht mehr als nur ein Gerücht, dass Hitler eventuell den
Krieg doch überlebt hat und mit 2 UBooten über Argentinien geflüchtet ist. Wer weiß?.

Was mich daran so ärgert ist der Schuldkult, der den Deutschen 75 Jahre danach immer noch aufgedrückt wird.

Und da geht es nicht darum, etwas zu beschönigen, was damals gelaufen ist.

Die Geschichte, die wir in der Schule lernen, sagt aus, dass Deutschland den Krieg begonnen hatte, weil Hitler neuen Lebensraum im Osten erobern wollte. War das wirklich so?

Wenn ja, woher ist denn dieser Hitler gekommen und wer hat ihm an die Macht geholfen? Denn ohne gravierende finanzielle Unterstützung konnte selbst ein so guter Rhetoriker
wie er nicht so weit kommen. In den Nürnberger Prozessen war unter anderem auch die IG Farben deswegen angeklagt, und die gehörte damals schon zu Rothschild.
Alles ein Spiel auf hoher machtpolitischer Ebene?

Frage: Kann es sein, dass da eine gewisse Garde gekommen ist, die als Feinde der Deutschen an deren Spitze gekommen ist und das ganze sorgfältig geplant war?

Und die außer ein paar Bauernopfern in Nürnberg recht gut aus der Geschichte rausgekommen sind?

Das deutsche Volk sind nicht die Nazis, die Nazis haben Deutschland übernommen und das war nur möglich wegen der Situation nach dem Ersten Krieg.

Wie so eine Ermächtigung funktioniert, sehen wir gerade, wird uns life und in Farbe vorgeführt.

 Wenn das deutsche Volk gegen die Nazis gewonnen hätte, hätte der 2. WK nie stattgefunden. Denn die Deutschen haben schon 1933 verloren und nicht erst 1945.

Aber um ein umfassenderes Verständnis der Geschichte zu bekommen, hänge ich mal ein Video an, was vielen nicht bekannt sein dürfte.

Auch das gehört zum Erwachen:

 

Und um die Frage nach der Entnazifizierung zu stellen, hier noch ein kleines Dokumentarvideo

 

Wenn man sich anschauen möchte, wie manche Institutionen auch sehr finstere Zeiten überdauern, kann man sich das Robert Koch Instutut anschauen.

Dieses Institut wurde am 1. Juli 1891 noch unter dem Namen "königlich Preußisches Institut für Infektionskrankheiten" gegründet.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde das "Königlich" im Namen weggelassen und es nannte sich dann "Preußisches Institut für Infektionskrankheiten Robert Koch"

Den endgültigen Namen "Robert-Koch-Institute" erhielt es dann 1942 durch die Nazis.

Zur Geschichte des RKI in der Nazi-Zeit:

Zitat Wikipedia....... " Menschenversuche in der Zeit des Nationalsozialismus
Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler mussten jüdische Wissenschaftler das Institut verlassen, auswandern oder sich verstecken.
Zwei Drittel der vorher dort beschäftigten wissenschaftlichen Mitarbeiter waren danach nicht mehr am Institut, die meisten Projekte wurden eingestellt.


In der Zeit des Nationalsozialismus war das Robert-Koch-Institut (RKI) vollständig von der NS-Ideologie durchdrungen und erheblich in die nationalsozialistische Gewaltpolitik involviert.
Der Direktor und fast alle Abteilungsleiter wurden NSDAP-Mitglieder. Das Preußische Institut wurde 1935 zunächst dem Reichsgesundheitsamt angegliedert,
war ab 1942 selbstständige Reichsanstalt und erhielt dabei den Namen Robert-Koch-Institut. In Zusammenarbeit mit dem Reichsarzt SS führten viele Wissenschaftler des Instituts Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern und in psychiatrischen Einrichtungen durch. Andere Mitarbeiter hatten wichtige Positionen im
(wehrwissenschaftlich orientierten) Wissenschaftssystem und anderen medizinischen Einrichtungen der NS-Zeit inne. Neben Menschenversuchen im KZ Sachsenhausen wurden
ab 1942 an Häftlingen des KZ Buchenwald Fleckfieberimpfstoffe getestet. Claus Schilling, Direktor der tropenmedizinischen Abteilung am RKI, infizierte im KZ Dachau
zirka 1200 Insassen mit Malaria, um Malariaimpfstoffe zu testen. Durch diese Versuche starben 300 bis 400 Menschen.


Nach 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Institut der Gesundheitsverwaltung der Stadt West-Berlin zugeordnet, behielt aber einen Sonderstatus, da seine Aufgaben sich nicht auf Berlin beschränkten. 1952 wurde es Bestandteil des Bundesgesundheitsamtes bis zu dessen Auflösung 1994. Seitdem ist das Institut als obere Bundesbehörde eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung wurden dem RKI 1991 mehrere ehemalige DDR-Behörden angegliedert."

Und heute? Wieder Wikipedia:

 "Das Robert-Koch-Institut ist eine selbstständige deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten. Als Einrichtung der öffentlichen Gesundheitspflege hat es die Gesundheit der Gesamtbevölkerung im Blick und ist eine zentrale Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland.

Sein Hauptsitz befindet sich im Berliner Ortsteil Wedding. Das RKI ist nach dem Mediziner und Mikrobiologen Robert Koch benannt und
direkt dem Bundesministerium für Gesundheit unterstellt."

Frage: Wie kann eine selbstständige Bundesoberbehörde so sehr in privatwirtschaftliche Interessen verwickelt sein, dass es reichlich Spendenunter anderem
von der Bill-Und-Melinda-Gates-Stiftung erhält?

Dasselbe gilt im Übrigen auch für die Berliner Charité, welche als Träger das Land Berlin hat und als Körperschaft des öffentlichen Rechts gilt.

 Irgendwie scheinen die Gesetze, dass staatliche Belange nicht mit privatwirtschaftlichen vermischt werden dürfen,komplett in Vergessenheit geraten zu sein.
Oder aber die BRD ist wirklich eine Firma, dann ist das natürlich in Ordnung. 

 

Wie kann es sein, dass Menschen anderen Menschen so etwas antun?

Es gibt da ein Experiment, welches der Psychologe Stanley Milgram 1961 zum erstenmal durchgeführt hat. Ursprünglich wollte er den Nachweis führen, dass die Deutschen besonders Obrigkeitshörig sind, er hat aber schnell erkannt, dass dies auf Menschen aller Nationen gleichermaßen zutrifft.

Hier der Ausschnit aus einem Film, in dem es nachgestellt wurde.

 

Nach den Naziverbrechen des dritten Reiches hieß es in Amerika häufig „The Germans are different“ (Die Deutschen sind anders). Damit spielten die Menschen auf die vermeintliche Obrigkeitshörigkeit der Deutschen an, die nur durch ethnische Gründe erklärt werden könnte. Stanley Milgram wollte dieser These aus dem Volksmund aufgreifen und experimentell untersuchen. Sollten die Folgen des NS Regimes tatsächlich auf eine ethnische Komponente zurückzuführen sein, oder kann tatsächlich jeder Mensch einer derartigen Obrigkeitshörigkeit unterliegen? Somit war das Experiment geboren, welches später als „Milgram Experiment“ in die psychologische Geschichte eingehen würde.

Er inserierte also in der Zeitung, dass er Menschen für einen Versuch brauchte. Er bot ihnen eine angemessen Aufwandsentschädigung und Fahrtkosten an. Wenn die Personen, immer nur zwei pro Durchlauf, eintrafen wurden sie in den Versuchsablauf eingewiesen.

Ablauf Milgram Experiment
In dem Versuch würde es einen Schüler und einen Lehrer geben. Der Schüler sollte Aufgaben lösen in dem er Wortpaare bilden musste. Der Lehrer sollte die Aufgaben vorlesen und den Schüler bei jedem Fehler mit einem Stromschock bestrafen. Um die Auswirkungen deutlich zu machen, wurden beide Versuchspersonen vor dem Experiment mit 45 Volt geschockt. Nach jeder falschen Antwort, würde die Voltzahl durch den Lehrer um 15 erhöht werden. Im Anschluss wurde gelost, wer Schüler und wer Lehrer sein würde.

Die Versuchsperson wusste allerdings nicht, dass die andere vermeintliche Versuchsperson im Milgram Experiment nur ein Mitarbeiter des Versuchsleiters war. Die Losziehung war also fingiert und die tatsächliche Versuchsperson wurde immer zum Lehrer gekürt. Der Mitarbeiter des Experimentalleiters war in Wirklichkeit ein amerikanischer Schauspieler. Er wurde instruiert immer einen heiteren und ausgelassenen Charakter, den man einfach mögen musste, zu zeigen, sodass keine Antipathie gebildet werden konnte. Der Schauspieler fragte noch, ob es denn für ihn kein Problem darstellen würde, weil er ja einen Herzfehler hätte und der Herzschrittmacher vielleicht mit dem Strom nicht klar käme. Der Experimentalleiter sagte allerdings, dass dies sicherlich kein Problem darstellen würde und ging mit dem Lehrer in ein Nebenzimmer.

Dieses Nebenzimmer war komplett abgeschottet von dem Schauspieler. Sie konnten nur durch Mikrofone miteinander kommunizieren. Der Lehrer saß vor einem Apparat, wo er die Voltzahlen durch kleine Hebel schrittweise erhöhen konnte. Über den Hebeln stand die neue Voltzahl und über dem letzten Hebel stand „XXX“. Es war deutlich, dass der letzte Hebel wohl den Tod für die Versuchsperson bedeuten würde.

Zum Anfang des Milgram Experiment, antwortete der Schauspieler in der Regel richtig auf die Fragen, wenn er jedoch mal einen Fehler machte, wurde er geschockt. In den niedrigen Voltzahlen war allenfalls mal ein leichtes Stöhnen oder ein unterdrückter Aufschrei zu hören. Mit steigender Voltzahl wurde das Leiden der vermeintlichen Versuchsperson mit Herzproblemen allerdings immer größer. Er schrie, dass er nicht mehr an dem Experiment teilnehmen wolle und das es ihm nicht gut ginge. Er bat die andere Versuchsperson förmlich darum aufzuhören, die Schmerzen wären zu groß. Wenn die Versuchsperson den Experimentalleiter, der sich, im selben Raum etwas abseits sitzend, Notizen machte, fragten ob sie aufhören sollen oder könnten, weil der Schüler nicht mehr wolle, sagte der Experimentalleiter: „Führen Sie bitte fort, das Experiment muss fortgeführt werden.“. Die Versuchspersonen machten dann weiter und der Schauspieler wimmerte vor schmerzen. Irgendwann protestierte er und sagte, dass er jetzt nicht mehr antworten würde. Irgendwann wurde es in dem Zimmer still und nicht einmal mehr die verzerrten Schreie waren vernehmbar. Auch jetzt fragten wieder viele Versuchspersonen ob sie aufhören könnten, wohingegen ihnen gesagt wurde, dass sie fortführen müssten.

Ergebnis des Milgram Experiment
Viele Versuchspersonen machten also weiter, stellten fragen und schockten den vermeintlichen Mitstreiter wenn keine Antwort kam. Viele gingen sogar so weit, das sie den letzten Stoß verpassten, der wohl mit aller Wahrscheinlichkeit fatal für die andere Versuchsperson war. Mit anderen Worten: Die Versuchspersonen haben bereitwillig den tödlichen Stromstoß verabreicht.

Nachdem die Situation aufgelöst wurde und die Versuchspersonen den gesunden Schauspieler sahen, ihnen gesagt wurde, dass sie niemandem schmerzen zugefügt haben, wurden sie gefragt, warum sie weiter gemacht haben. Viele sagten, dass sie einfach nur den Anweisungen folgten.

Fazit Milgram Experiment
Für Stanley Milgram brachte das Milgram Experiment also interessante Ergebnisse ein. Die Obrigkeitshörigkeit der Deutschen zu Zeiten des dritten Reichs waren nicht die Folge einer angeborenen Obrigkeitshörigkeit. Das Experiment zeigt eindeutig, dass jeder Mensch, jeglicher Nationalität und Herkunft, durch die passenden äußeren Umstände zum Morden im Stande ist. Die Erkenntnis der Teilnehmer, dass sie wie die Nazis zu Mördern wurde, weil ein Mann im weißen Kittel dies sagte, führte zu einer Identitätskrise mit fatalen Folgen. Viele hatten lange Zeit zu kämpfen um wieder mit sich ins Reine zu kommen, andere haben eine Postraumatische Belastungsreaktion ausgebildet, einige berichten sogar davon, dass sich Menschen wegen dieses Experiments getötet hätten. Sie konnten nicht mit der Erkenntnis leben, dass sie Mörder gewesen wären.

Das Experiment zeigt auch die Wichtigkeit der Aufarbeitung der Geschichte auf. Wir alle stehen in der Pflicht ein Umfeld zu schaffen, indem Mord keine Option darstellt. Wir alle haben die Pflicht unrecht zu tadeln und zu vermeiden. Ansonsten steht Tür und Tor offen für einen weiteren Unrechtsstaat, unabhängig von Nationalität oder Regierungsform. Das Milgram Experiment hat dies eindeutig bewiesen.

 Und hier noch eine Originaldokumentation