Liebe und Gier, die treibenden Kräfte

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Ausgehend von den geistigen Gesetzen des Lebens (hermetische Prinzipien) können wir davon ausgehen, dass die stärkste Kraft im Universum die Liebe ist.
Gemeint ist natürlich nicht nur die Liebe zwischen zwei Personen, sondern die Liebe zu allem, was existiert.
Würden alle Menschen dies verstehen, dann hätten wir das Paradies auf Erden.

Doch es gibt einen Gegenspieler zur Liebe, und dies ist die Gier. Gier nach Geld, gier nach Macht, Gier nach Sex und so weiter.

Die Frage ist nun, ist die Gier eine typisch menschliche Eigenschaft oder wird sie künstlich hervorgerufen?

Betrachte ich nun einmal die „primitiven“ Naturvölker, so finden wir da nichts, was mit Gier zu beschreiben wäre. Diese Völker haben sich nur das aus der Natur genommen,
was sie zum Überleben brauchen, um der Natur nicht zu schaden und mit ihr in einer Symbiose zu leben.

Wo kommt denn dann die Gier her, die wir heutzutage so oft vorfinden? Und die, um dies gleich vorweg zu nehmen, den Menschen zu Sklaven des Systems macht?

Ist es nur die Werbung, die uns auf vielen Wegen mitteilt, was wir uns noch alles kaufen müssen? Oder fängt es nicht schon viel früher an? Nehmen wir einmal die Welt aus der Sicht eines kleinen Kindes wahr. Das Kind sieht schön in Augenhöhe viele bunte Waren und besonders kurz vor der Kasse findest es unheimlich viel, was es gerne haben möchte. Süßigkeiten, geschickt platziert. Schon wird im Kind der unwiderstehliche Drange geweckt, diese haben zu wollen. Nebenbei lernt das Kind auch noch etwas, nämlich wenn es unbemerkt einfach etwas nimmt, dass man anderen auch einfach etwas wegnehmen kann.

Und wenn wir älter werden, dann greift eben die Werbung, die gezielt die Käufergruppen anspricht. Der Pubertierende lernt, dass man nur mit einem gewissen Deo Erfolg bei den Mädchen hat, die Mädchen lernen, dass es wichtig ist, sich mit den richtigen Produkten zu stylen und so weiter.

Je älter der Mensch wird, desto teurer werden die Dinge, die er unbedingt zum leben braucht, aber der Mensch bekommt ja auch gleich eine Lösung geboten. Ratenzahlung und Kredite sind leicht zu bekommen, sofern der Mensch über ein eigenes Einkommen verfügt, und wenn nicht, dann gibt es ja auch noch die Hausfrauenkredite.

Wie heißt es so schön: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“. Und schon hängt der Betreffende in der vom System geschaffenen Zwangsjacke, eifrig bemüht, immer mehr zu arbeiten, damit diese Mogelpackung nicht zusammenbricht.

Leider fallen die Menschen, die keine Arbeit bekommen, durch das gesellschaftliche Sieb und werden damit zu geächteten. Vielfach wird dann ja auch noch der Nimbus verbreitet, die wollen ja gar nicht arbeiten und sind selbst Schuld an ihrer Lage. So wird nicht nur vom System Druck ausgeübt, die Gesellschaft selbst übt weiteren Druck aus, die Betroffenen landen in der Verzweiflung, verlieren das Selbstvertrauen und das Bewusstsein für den eigenen Wert als Mensch.

Zudem dürfen wir auch nicht übersehen, dass technologiebedingt immer weniger manuelle Arbeit benötigt wird.

Auf der anderen Seite gibt es dann immer wieder einige, die es geschafft haben, die durch einen geschickten Deal Millionen erwirtschaftet haben und nun dem breiten Publikum im Fernsehen vorleben, wie es ist im Luxus zu leben.

Das hat doch irgendwas von „Zuckerbrot und Peitsche“, oder sehe ich es nur so? Ich denke da gerade an ein recht bekanntes Lied: „16 tons“. Es geht hier um Arbeiter in einer Kohlenmine und der Refrain lautet übersetzt: „Du schaufelst 16 Tonnen jeden Tag, und was erhältst Du? Du bist einen Tag älter und tiefer in Deinen Schulden“. Weil diese Arbeiter damals auch nur in den Geschäften der Minengesellschaft einkaufen konnten und nicht genug verdienten, um sich und ihre Familien ausreichend ernähren zu können. Aber sie konnten anschreiben lassen und verstrickten sich damit immer tiefer in die Abhängigkeit von der Minengesellschaft.

Und heute? Wir haben doch eine recht ausgiebige Auswahl, bei wem wir kaufen können, oder? Wenn man einmal genau hinschaut, wem denn da welches Unternehmen gehört, dann finden wir, dass die meisten Unternehmen zu irgendwelchen Großkonzernen gehören und die Gewinne alle an ein und derselben Stelle zusammenlaufen.

Der kleine Tante Emma Laden ist schon längst verschwunden, der Laden, in dem Tante Emma sich selbst ihren Lebensunterhalt verdienen konnte. Ist ja auch klar, sie konnte die Preise der Großunternehmen nicht anbieten, und da alle sparen wollen oder müssen, sind ihr die Kunden weggelaufen. Das die Preise der großen Unternehmen teilweise nur so lange billiger waren wie es nötig war, um Tante Emma in die Pleite zu bringen, das bemerkt keiner.

Fazit: Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer.

Ist dies ein System, in dem wir leben möchten? Oder wollen wir es ändern? Können wir es ändern?

Meine Antwort darauf lautet: „Ja, wir können es, wenn wir alle wach werden und das System durchschauen.

Denkt mal drüber nach.

ps.: Ein großer Teil des Textes soll eine Provokation für Dein Denken sein, es soll wach rütteln.

Denn wir haben kein System, wir sind das System