Wie funktioniert eigentlich das Geldsystem?

Geldsystem

Weil es ein Thema ist, was sehr viel durchdringt und verständlich macht, betrachte ich das Geldsystem vor vielen anderen Themen. Weil diese damit dann verständlicher werden.

„Die Geldmächte berauben die Nation in Friedenszeiten und sie verschwören sich in Zeiten des Unglücks und der Not. Die Mächte der Banken sind despotischer als die Monarchie, unverschämter als die Autokratie, selbstsüchtiger als die Bürokratie. Sie denunzieren jeden als Staatsfeind, der ihre Methoden in Frage stellt, oder ihre Verbrechen beleuchtet.

Ich habe zwei große Feinde: die Armee des Südens vor mir und die Bankiers hinter mir. Von Beiden ist der Gegner hinter mir der Größere.

Körperschaften werden inthronisiert werden und eine Ära der Korruption auf höchster Ebene wird folgen. Die Geldmächte des Landes werden danach streben ihre Regentschaft zu verlängern, indem sie die Vorurteile der Leute bearbeiten, bis alles Vermögen sich in den Händen einiger Weniger angesammelt hat und die Republik zerstört ist.“

Prophetische Worte, gesprochen von keinem geringeren als Abraham Lincoln.

Aber wie ist es dazu gekommen? In den Ursprüngen der Menschheit ist das Tauschgeschäft entstanden, also Ware oder Dienstleistung gegen Ware oder Dienstleistung. Und weil der Kunde nicht immer das brauchen konnte, was der Verkäufer als Zahlungsmittel einbringen wollte, wurde das erste Geld geschaffen, der Tauschhandel war einen riesigen Schritt weitergekommen.

Und weil man nicht immer viele Münzen verwahren oder mitführen wollte und konnte, entstanden die Banken.

Banken haben nicht nur das Geld der Menschen verwahrt und beschützt, sie haben sich selbst finanziert durch Kredite. Das bedeutet, viele haben ihr Geld zur Bank gebracht und andere konnten sich von der Bank dann Geld leihen, natürlich mit Zinsen.

Mit dieser Entwicklung ist es auch zur Erfindung des Papiergeldes gekommen, die Menschen führten Wertpapiere mit, der reale Gegenwert in Form von Edelmetallen verblieb bei der Bank.

Und nun kommt der „pfiffige“ Schritt der Banken. Weil man davon ausgehen konnte, dass nur ein geringer Teil der Menschen ihr Geld auf einmal in Edelmetallen zurückhaben wollte, ist man auf die Idee gekommen, es „mehrfach“ zu verleihen. Was heißt das im Klartext?

Einlage sind 100%, 20 % müssen als Reserve für Abhebungen bleiben, also verleiht man 80%.  Da aber der Gegenwert nicht angetastet wurde, hatte man so eine Wertschöpfung auf 180 % betrieben. 100% lag als Gegenwert in der Bank, 80 % waren als Schuldverschreibungen bei den Kreditnehmern. Von diesen 180% konnte man dann wieder 80% verleihen und so weiter. Dieses einfache Modell beschreibt erst einmal die Geldschöpfung durch die Banken. Natürlich konnten die Banken hier erst einmal nur die Zinsen abfischen, aber da die Geldmenge rein rechnerisch immer größer wurde, kamen da schon echte Summen zusammen.

Der nächste Schritt, nämlich die Enteignung vieler Wirtschaftsbetriebe. Und das ging so: Die Banken vergaben großzügige Kredite an die Wirtschaft, die investierte und wuchs. Dann drehte man den Geldhahn wegen und während einer Wirtschaftskrise zu, die Firmen gingen in Konkurs und wurden als Konkursmasse günstig von den Banken aufgekauft.

Wir reden hier von der ersten großen Wirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten um 1893, wobei andere Faktoren als Auslöser gesehen werden, wie der Ausfall von Weizenernten und der Staatsstreich in Argentinien, der eine Reihe von Bankenpleiten nach sich zog. Viele Menschen holten ihr Geld in Form von Gold bei den Banken ab, so dass die staatlichen Goldreserven bis auf ein Minimum abnahmen und die USA unter Präsident Clevelant gezwungen war, sich Gold im Werte von 65 Millionen Dollar von den Bankiersfamilien JP Morgan und den Rothschilds zu leihen.

Den tiefen Eindruck dieser Wirtschaftskrise nutzen die großen Banken, um Propaganda für die Schaffung einer Zentralbank zu machen, eine Privatbank, die die Geldmenge nach Belieben regulieren konnte und damit weit entfernt davon war, dass die Währung noch durch echte Werte gedeckt war.

Nachdem man durch entsprechende Wahlpropaganda den „passenden“ Präsidenten Wilson installiert hatte, der aufgrund einer privaten Affäre erpressbar war und auch sonst kaum Rückgrat bewies, wurde die Abstimmung zum Federal-Reserve-act am 22.12.1913 in Abwesenheit vieler Abgeordneter durchgeführt und genehmigt.

Nebenbei bemerkt war einer der wenigen Abgeordneten, die dagegen stimmten, ein gewisser Charles Lindbergh sen., der Vater des berühmten Piloten. Er sagte dazu: „Wenn der Präsident dieses Schriftstück unterzeichnet, wird die unsichtbare Regierung der Geldmacht legalisiert sein. Das neue Gesetz wird Inflation erzeugen, wann immer der Trust die Inflation wünscht!“

Den Bankiers der zwölf privaten Körperschaften, aus denen sich die Federal-Reserve-Bank zusammensetzt, wurde damit die vollständige Kontrolle über die Wirtschaft gegeben.

Denn im Federal-Reserve-act war festgelegt, dass noch nicht einmal der Präsident einen Einblick oder gar eine Entscheidungsmacht in die Finanzpolitik hat.

Und wie sagte Mayer Amschel Rothschild so treffend: „Wenn ich das Geld einer Nation herausgeben und steuern kann, interessiert mich nicht, wer die Gesetze macht.“

Ab diesem Zeitpunkt konnten die Bankiers im Beraterstab der Federal-Reserve-Bank sich für ihre Banken Geld in Form von Krediten auszahlen lassen, welches sie gegen Zinsen weiter verleihen konnten. Der Zinssatz beim Weiterverleihen orientiert sich am Leitzins, der natürlich von demselben Gremium festgelegt wird.

Am 4.6.1963 unterzeichnete Präsident John F. Kennedy ein Dokument mit dem Namen executive-order 11110, mit dem er das frühere Dokument executive-order 10289 außer Kraft setzen wollte und mit dem er dem Staat wieder die Kontrolle über das Geld geben wollte. Schon im Vorfeld sollte er von seinem Vater im Oval Office angeschrien worden sein: „Wenn du das tust, bringen sie dich um“.

Nun, wir wissen, was dann passiert ist mit ihm. Seit dem Tod von Kennedy hat sich kein Präsident wieder daran gewagt, die privaten Banken entmachten zu wollen.

Das dieses Prinzip natürlich auch für die Europäische Zentralbank gilt, dürfe jedem klar sein, denn auch hier sind die Träger die privaten Banken.

„Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar noch morgen früh.“
Henry Ford

Man braucht nun nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, welche Macht sich hier für die Schattenregierungen der Banken ergeben. Sie sind praktisch an jedem Wertschöpfungsprozess in der Wirtschaft beteiligt, natürlich auch bei den Staaten. Diese müssen sich so weit verschulden, dass die Einkünfte noch nicht einmal für die Zinsen reichen, und so werden die Schulden immer größer.

Die Banken können sich damit überall in die Wirtschaft einklinken und das kaufen, was sie wollen und können auch Armeen aufstellen, die ihren Besitz verteidigen.

Natürlich kann man nun sagen, dass diese Methode, immer neues Geld in Umlauf zu bringen, inflationär ist, aber auch dafür haben die Banken eine Lösung gefunden. Überschüssiges Geld wird eben angelegt, und zwar bei genau den Banken, die eh schon Geld ohne Ende ausgeben können.

Und natürlich lebt dieser Kreislauf auch vom ständigen Wirtschaftswachstum. Und was passiert, wenn dieses Wirtschaftswachstum ausgereizt ist? Dann gibt es eine Währungskrise, was ja nicht die betrifft, die beliebig neues Geld produzieren können.

Ein sehr wirksames Mittel, um die Wirtschaft weiter wachsen zu lassen, ist natürlich Rüstung und dann auch Krieg. Denn im Krieg werden viele Werte vernichtet, und der darauffolgende Wiederaufbau kurbelt die Wirtschaft wieder an.

Ebenso einfach kann man sich vorstellen, wie es wäre, wenn die Staaten selbst wieder das Geld kontrollieren könnten. Die aus Krediten erwirtschafteten Zinsen könnten der Allgemeinheit zugutekommen, zum Beispiel in Form von Sozialleistungen.

Es ist nur meine Ansicht, ich könnte aber auch recht haben
(aus dem Buch: "Es reicht - wir machen nicht mehr mit", Bernd Neuhaus)