Was geschah mit unliebsamen Politikern?

Der Grund, warum Menschen zum Schweigen gebracht werden, ist nicht, weil sie lügen, sondern weil sie die Wahrheit reden. Wenn Menschen lügen, können ihre eigenen Worte gegen sie angewandt werden. Doch wenn sie die Wahrheit sagen, gibt es kein anderes Gegenmittel als die Gewalt.“
Theodor Fontane

unfall

Im Allgemeinen gerät der Unfalltod oder Selbstmord eines Politikers nach einer kurzen Aufmerksamkeit für den tragischen Fall schnell wieder in Vergessenheit. Ist man aber nicht mit dem schnellen Vergessen gesegnet, dann überblickt man dutzende von Fällen, bei denen in den letzten Jahren politisch wichtige Personen unter merkwürdigen Umständen zu Tode gekommenen sind, und ein sich wiederholendes Muster aus flüchtiger Aufklärung, Geheimhaltung und einseitiger Nützlichkeit drängt sich einem auf, so dass die bewusste Gestaltung der politischen Welt durch Attentate auch heute noch gang und gäbe erscheint.

Herausragend als Beispiel für Attentate ist immer noch das auf den US Präsidenten John F Kennedy am 22.11.1963 in Dallas, Texas, weil nach dieser Vorlage bis auf den heutigen Tag Attentate ausgeführt werden. Das Attentat wurde minutiös wie ein militärisches Kommandounternehmen geplant, eine Ursache, ein Schuldiger und Beweise wurden schnell präsentiert und unisono über die Medien verbreitet, andere Spuren nicht verfolgt und geheim gehalten. Und noch heute glaubt mancher an das Märchen vom verrückten Einzeltäter Lee Harvey Oswald.

Doch es sind Original-Filmaufnahmen des Attentats erhalten. Die von Motorrädern eskortierte Fahrzeugkolonne mit der offenen, schwarzen Staatslimousine biegt in die schicksalhafte Straße ein, und der Präsident und seine Frau lächeln und winken den Menschen am Straßenrand zu. Als der erste Schuss knallt, sieht man den Menschen an, dass sie nicht glauben mögen, was sie da hören. Ein weiterer Schuss kracht, und man sieht den Präsidenten sich an den Hals fassen. Der Senator auf dem Sitz vor Kennedy zuckt getroffen auf und dreht sich nach hinten. Anstatt nun schneller zu werden verlangsamt der Fahrer der Staatskarosse das Fahrzeug noch und hält sogar an. Das ist die Gelegenheit für einen in der Nähe hinter einem Zaun postierten Scharfschützen. Der schießt, trifft den Präsidenten und der Schuss reißt dessen Kopf wuchtig schräg nach links hinten, wobei Blut und Hirnsubstanz über das Heck des Autos spritzten und der Präsident zu seiner Frau links neben ihm hinüber sackt. Die entsetzte Frau sieht ein handgroßes Stück vom Kopf ihres Mannes auf dem Kofferraum liegen, und während der Wagen wieder anfährt klettert sie in ihrem rosa Kostüm aus ihrem Sitz und auf den Kofferraum und nimmt das Stück Kopf an sich, während der Wagen nun endlich schneller werdend davonzieht. Die Menschen am Straßenrand laufen nun teils chaotisch durcheinander, einige haben sich ängstlich hingeworfen und hingekauert, andere aber sind sofort entschlossen, die Täter zu fassen und laufen den grasbewachsenen Hang zu dem Zaun hoch, wo sich gerade noch der Qualm des tödlichen Schusses verzieht.

Menschen, die die Gelegenheit nutzen wollten, den Präsidenten mit der eigenen Kamera ganz aus der Nähe zu erleben, filmten diese Ungeheuerlichkeit zufällig mit und dokumentierten das Ereignis für die Menschheitsgeschichte. Dabei blieb nicht aus, dass der amerikanische Staat versuchte, dieser Filme habhaft zu werden, sie zu konfiszieren und unter Verschluss zu halten. Nur sehr schlecht Informierte glauben heute noch die einst offizielle Version, dass John F. Kennedy allein durch die Schüsse eines Lee Harvey Oswald umkam, denn inzwischen haben selbst offizielle amerikanische Ermittlungskommissionen zugegeben, dass es sich um eine Verschwörung handelte. Das heißt, dass an dem Attentat mehrere Personen beteiligt waren.

Und die Aufdeckung der Hintergründe ist nicht offiziellen Stellen zu verdanken, sondern allein der unbeirrten Forschung privater Initiativen. Über 50 Jahre sind von offizieller amerikanischer Seite größte Anstrengungen unternommen worden, die Wahrheit zu unterdrücken, und noch heute will die US-Regierung Unterlagen zu dem Attentat bis 2038 unter Verschluss halten, aus Gründen der nationalen Sicherheit.

Trotzdem bricht die Wahrheit mehr und mehr hervor. Immer klarer zeichnet sich ab, dass seinerzeit der Vizepräsident Lyndon B. Johnson zusammen mit dem CIA den eigenen Präsidenten aus dem Weg räumte. Schon Jack Ruby, der den vermeintlichen Täter Oswald vor den Augen der Öffentlichkeit erschoss und der dann selbst im Gefängnis starb, verwies in einem Brief auf Lyndon B Johnson. 2007 sagte Madelaine Brown, die einst Johnsons Geliebte war, dass Johnson ihr am Tag vor dem Attentat sagte, Kennedy werde ihn ab morgen nicht mehr stören, und später erzählte er ihr sogar Details zur Organisation des Attentats. 2008 gestand der CIA-Mann E. Howard Hunt kurz vor seinem Tod seinem Sohn seine Mittäterschaft. Er zeigte ihm ein handgeschriebenes Memorandum, in dem dargelegt wird, dass Kennedy weg müsse, weil er die CIA zerschlagen wolle. Er erzählte, dass der CIA-Direktor Cord Meyer das Unternehmen leitete und drei Attentäter anheuerte.

Viele Attentate auf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens  folgten, in Amerika Robert Kennedy und die Bürgerrechtler Martin Luther King, Joe Hill, Malcom X und John Lennon.

Auch Europa hat jede Menge merkwürdige Todesfälle zu bieten, die hinter dem offiziellen Weihnachtsmärchen rechtsstaatlicher Demokratien eine Realität erkennen lassen, in der eine regierenden Elite politische Gegner in Gangstermanier aus dem Wege räumt. Allzu viele Todesfälle sind dadurch gekennzeichnet, dass es zielgenau der Elite nicht passende Populisten erwischt, von der Staatsanwaltschaft äußerst schnell eine Ursache geliefert, von den Medien unisono verbreitet, und dann kein weiterer Untersuchungsbedarf mehr gesehen wird, wichtige Fakten überhaupt nicht oder nicht unabhängig untersucht, andere Fakten aus verschiedensten Gründen vor der Öffentlichkeit geheim gehalten werden und man mögliche Spuren schnell verschwinden lässt.

2003 warf der Tod des englischen Spezialisten für Biowaffen Dr. Kelly ungewöhnliche Fragen auf. Kelly hatte den Einmarsch Englands in den Irak an der Seite der USA kritisiert und gesagt, der Irak hätte keine Massenvernichtungswaffen. Ohne jemals Depressionen gehabt zu haben und bei guter Laune verließ Kelly eines Tages sein Haus, plauderte noch mal mit der Nachbarin und wurde wenige Stunden später mit durchschnittenen Pulsadern tot in einem Waldstück aufgefunden. Selbstmord hieß es offiziell. Drei unabhängige Ärzte äußerten im Januar 2004 aber, dass weder die Schnittwunden noch die Dosis der eingenommenen Tabletten den Tod verursacht haben könnten. Auf seinem Gartenmesser fanden sich auch keine Fingerabdrücke von ihm. Die offizielle Schnelldiagnose „Selbstmord“ muss wohl als voreilig betrachtet werden. Ein ehemaliger Mitarbeiter des englischen Geheimdienstes MI6 kommentierte denn auch, dass er als Agent gelernt habe, einen Mord wie alles Mögliche aussehen zu lassen, dass bei Kelly aber sehr schlampig gearbeitet worden sei.

In Schweden wurde 1986 der damalige Ministerpräsident Olaf Palme ermordet und 2003 die Außenministerin Anna Lindh. Sie befürwortete ein starkes Europa als Gegenpol zu den USA, sie protestierte gegen den Irak-Krieg und verurteilte Israels Besatzungspolitik.

Man könnte die Liste fast endlos fortsetzen, inklusive Prinzessin Diana, deren Verlobung mit einem Araber aufgrund ihrer Beliebtheit einigen Leuten wohl nicht gefallen hat. Ja, wirst Du sagen, aber das war doch wohl ein Unfall, weil der betrunkene Fahrer die Paparazzi abhängen wollte. Oder wurde da mal einfach die Elektronik der Stabilitätskontrolle manipuliert, auf das das Auto per Fernsteuerung mal eben nur einseitig bremste?

In Norwegen wurde 1973 Ahmed Bouchki von einem MOSSAD-Kommando auf offener Straße erschossen, diese hatten ihn lediglich verwechselt, sie wurden gefasst und zu jeweils fünfeinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, wurden dann aber nach weniger als zwei Jahren wieder entlassen. 

In Deutschland lassen die Fälle Dutschke, Kelly, Bastian, Buback, Beckurts, Ponto, Uwe Barschel und Jürgen Möllemann tief blicken und zeigen, welches Schicksal unliebsame Personen erwarten kann. Und warum die RAF 1989 gerade den Banker Herrhausen und 1991 den ersten Treuhandchef Karsten Detlev Rohwedder ermordete, die ja sozial eingestellt waren, ist bis heute unklar. Herrhausen wollte Mexiko 4 Mrd $ Schulden erlassen und Rohwedder wollte nach der Wiedervereinigung die Betriebe in Ostdeutschland erhalten.

Die staatliche Geheimhaltung der Fälle spricht jedenfalls für verdeckte Morde durch die Geheimdienste. Der Sohn des ermordeten Staatsanwaltes Buback meint, die Verfassungsschutz-Mitarbeiterin Verena Becker sei für den Mord verantwortlich. Buback wurde hinten in seinem Mercedes vom Sozius eines Motorrades aus mit einer Maschinenpistole erschossen. Verschiedene Zeugen beobachteten als Täter eine zierliche Person, die hinten auf dem Motorrad saß. In einem Motorradhelm am Tatort fand man Haare von Verena Becker. Sie wurde festgenommen, und bei ihr fand man die Tatwaffe und einen Schlüssel des bei dem Attentat auf Buback verwendeten Motorrads. Doch die Zeugen wurden nicht vernommen und Verena Becker kam davon. Die Regierung inhaftierte stattdessen die RAF-Mitglieder Andreas Bader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan Carl Raspe und hält seitdem Akten zum Mord an Buback unter Verschluss.

Die Köpfe der RAF können sich ja nicht mehr äußern, denn sie begingen ja einen sehr mysteriösen simultanen Selbstmord in ihren Gefängniszellen.

Viele politisch rechts einzuordnende Politiker in Deutschland und Österreich erlitten tödliche Autounfälle, der bekannteste Fall war wohl der von Jörg Haider.

In Deutschland für viel Furore sorgte der angebliche Selbstmord von Jürgen Möllemann.
Was hatte dieser auf einem Flugblatt zur Wahl veröffentlicht?

„1. Jürgen W. Möllemann setzt sich seit langem beharrlich für eine friedliche Lösung des Nahost-Konfliktes ein: Mit sicheren Grenzen für Israel und einem eigenen Staat für die Palästinenser.

  1. Israels Ministerpräsident Ariel Sharon lehnt einen eigenen Palästinenser-Staat ab. Seine Regierung schickt Panzer in Flüchtlingslager und missachtet Entscheidungen des UNO-Sicherheitsrates.
  2. Michel Friedman verteidigt das Vorgehen der Sharon-Regierung. Er versucht, Sharon-Kritiker Jürgen W. Möllemann als "anti-israelisch" und "antisemitisch" abzustempeln.
  3. Von diesen Attacken unbeeindruckt, wird sich Jürgen W. Möllemann auch weiterhin engagiert für eine Friedenslösung einsetzen, die beiden Seiten gerecht wird. Denn nur so kann die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten gebannt werden, in den auch unser Land schnell hineingezogen werden könnte.

Unterstützen Sie Jürgen W. Möllemann mit Ihrer Stimme für die FDP!“

Dieses Wahlplakat hat wohl nicht jeden positiv angesprochen. Er wurde nicht nur vom Zentralratsvorsitzenden der Juden, Paul Spiegel, angegriffen, auch aus der eigenen Partei erfolgten Angriffe, bis er dann die FDP verließ und eine eigene Partei gründen wollte. Laut Prognosen hatte er damit sogar auf 18 % der Wählerstimmen kommen können, aber dies wurde dadurch verhindert, dass er als Verbrecher dargestellt wurde, seine politische Immunität aufgehoben wurde und seine Häuser durchsucht wurden.

Seine letzte parlamentarische Anfrage, die nicht mehr zur Antwort kam, war im Übrigen:

„Ist der Bundesregierung etwas darüber bekannt, dass ausländische Dienste die rechtsradikale Szene in den neuen Bundesländern finanzieren und aktiv rechtsradikale Straftaten anschieben?“

Am Morgen des 5.6.2003 warteten schon Journalisten vor Möllemanns Haus und dieser erfuhr von einem Freund, das wohl eine Hausdurchsuchung stattfinden sollte, und er machte mit der Frau seines Freundes, einer Rechtsanwältin noch einen Termin für die kommende Woche. Er schien also noch nichts von seinem bevorstehenden Selbstmord zu wissen. Gegen 12:15 startete das Flugzeug vom Flughafen in Marl und mit einigen anderen sprang Möllemann mit dem Fallschirm ab, den er bei 1.600 m Höhe auslöste. Bei 1000 m löste er plötzlich den Hauptschirm und fiel. Er zog auch den Reserveschirm, doch dieser öffnete sich nicht und auch die Automatik, die den Schirm selbstständig auslösen sollte, funktionierte nicht, obwohl die Automatik nach Aussage der anderen Springer eingeschaltet war. Und direkt mit den ersten Meldungen über seinen Tod, denn er hatte den Sprung ja nicht überlebt, erklärte die Presse weit und breit, er habe wohl Selbstmord begangen.

Es ist nur meine Ansicht, ich könnte aber auch recht haben
(aus dem Buch: "Es reicht - wir machen nicht mehr mit", Bernd Neuhaus)