Die Ausbildung im Gesundheitswesen

Chirurgie

Wenn wir uns Gedanken machen, wie die Gesellschaft heute funktioniert, dann ist es auch notwendig sich anzuschauen, wie die Ausbildung im Gesundheitswesen aussieht, und dort ist es am wichtigsten, die „Götter“ in weiß zu betrachten.

Da kommt also ein junger Student, der es geschafft hat, einen Studienplatz zu bekommen, hochmotiviert zur Uni und lernt in 12-13 Semestern alles, was er als Arzt wissen muss. Natürlich ist der Lehrplan exakt vorgegeben, und die Inhalte werden auch nicht hinterfragt, denn so weit ist man ja noch nicht und es herrscht unter den Ärzten eine strikte Hierarchie. Außerdem will der Student ja die Prüfungen bestehen, und da wird dann eben das abgerufen, was unterrichtet wurde. Das Studium beinhaltet natürlich in den letzten zwei Semestern ein praktisches Jahr, in dem der angehende Arzt den Ärzten assistiert. Bis dahin ist er erst einmal nur der Student. Ja, und dann wird er nach langem Studium und schwierigen Prüfungen dann endlich Arzt und ist auf einmal der Herr Kollege. Allerdings auch in einer strikten Hierarchie, als Assistenzarzt untersteht er dem Stationsarzt, dieser dem Oberarzt, dieser wiederum dem Chefarzt und der dann eventuell noch dem Professor.

Anhand dieser Kompetenzstaffel dürfte klar sein, dass hier im Endeffekt nur eine Meinung gilt, und zwar die von ganz oben.

Nun ist ja auch jeder Arzt zu regelmäßiger Fortbildung verpflichtet, und meistens werden diese Seminare von der Pharmaindustrie ausgerichtet und gefördert. Das dazu auch noch in den Pausen Vertreter der Hersteller dem Arzt neue Mittel und Wege aufzeigen möchte, kommt noch dazu.

Doch woher kommen eigentlich die Lehrinhalte der Medizin? Und fließen da nicht ständig neue Dinge mit ein, neueste Forschungsergebnisse?

Die Lehrinhalte beziehen sich auf die Sicht des Menschen als eine biologische Maschine, die immer gleich funktioniert, und wenn sie mal nicht so optimal funktioniert, dann findet man die Ursachen fast immer auf körperlicher Ebene. Auch die Psychiatrie beruft sich auf körperlich mechanische oder chemische Vorgänge, und der Begriff „Psychosomatisch“ hat den Beigeschmack von „das bildet sich der Patient nur ein“.

Selbst die Psychologie, von den meisten Medizinern belächelt, ist nur die Lehre von Wahrnehmung und Verhalten und vertut damit die Chance, die Seele zu sehen. Weil diese ja messtechnisch nicht nachweisbar ist, lässt man sie einfach weg.

Die Grundgedanken stammen aus der Philosophie von Rene Descartes, der den berühmten Satz: „cogito, ergo sum“ sagte, das heißt: „Ich denke, also bin ich“ und natürlich aus den Erkenntnissen eines Isaac Newton.

Dieser Isaac Newton hat die mechanischen Gesetze beschrieben, also Kraft und Gegenkraft, Schwerkraft und so weiter. Auf einmal wurde alle mathematisch beweisbar, die Welt reduzierte sich auf Mechanik und Chemie.

Diese Denkweise war damals notwendig geworden, um die Trennung zur Kirche zu gewährleisten, die Kirche kümmerte sich um die Seele, die Mediziner um den Körper. Zu der Zeit hatte es diesbezüglich immer wieder Konflikte gegeben und die Kirche hatte damals noch eine sehr große Macht.

Natürlich hat sich das Wissen in der Medizin immer weiter verbessert, man entdeckte immer mehr und der Quantensprung war die Entdeckung der Vererbung im 18. Jahrhundert durch den Augustinermönch Gregor Mendel. Dieser stellte fest, dass Erbanlagen über Gene weitergegeben werden und im Laufe der Zeit hat man dort immer mehr gelernt und so gilt das Erbgut des Menschen als vollständig entschlüsselt. Wie viele Gene es denn nun sind, da streiten sich die Gelehrten immer noch, nehmen wir einmal die nicht immer zuverlässigen Angaben aus Wikipedia. Demnach hat der Mensch 23.000 Gene, der Wasserfloh 31.000 Gene und der Gemüsekohl 100.000 Gene. Das gibt zumindest mir schon mal zu denken und ich verneige mich andächtig vor jedem Gemüsekohl.

Das diese Lehre der Genetik, dass wir durch unsere Gene bestimmt sind, mittlerweile durch die Epigenetik widerlegt ist, interessiert kaum jemanden, denn die Lehre der Genetik ist ein Dogma, also eine Grundlage, die nicht hinterfragt werden muss (und darf).

Kurz gesagt ist die Epigenetik die Lehre davon, welche Faktoren die Gene beeinflussen. Besonders Dr. Bruce Lipton hat dies in einer für interessierte Menschen verständlich Art aufgezeigt, dass „der Geist stärker als die Gene ist“.

Nun wird man fragen, wenn es doch so einfach ist, dass unser Denken maßgeblich die Funktion unserer Gene beeinflusst und damit auch die Frage beantwortet, ob und warum jemand krank wird, warum freut man sich nicht und jubelt über die neuen Heilungschancen. Die Antwort ist ganz einfach: Wenn man einen Patienten ohne Medikamente in die Heilung bringen kann, dann verdient zumindest die Pharmaindustrie nur noch einen winzigen Bruchteil des jetzigen Betrags und viele Ärzte würden schnell arbeitslos.

Also bleibt alles wie gehabt, und zwar unter der Kontrolle der Pharmaindustrie, und alles ist vermeintlich gut.

Wobei ich den Bereich der Medizin nicht global als schlecht ansehe, in der Akutmedizin hat man enorme Dinge erschaffen, in einem bedrohlichen Zustand gibt es viele Möglichkeiten, einen Menschen am Leben zu halten und eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen, nur echte Heilungen findet man kaum.

Habt Ihr Euch eigentlich einmal Gedanken gemacht darüber, was die Behandlung einer chronischen Krankheit kostet?

 Je nach Krankheit kommen da schon mal immense Kosten zusammen, und die sind notwendig, um den Patienten im schlimmsten Fall ein Überleben ermöglichen sollen. Und das wollen wir doch alle.

Aber wie sieht es denn mit Heilung aus? Was ist, wenn so ein chronisch Kranker auf einmal vollständig geheilt wird? Für den Patienten sicher erstrebenswert, aber für die Medizin?

Wer schlachtet denn gerne das Huhn, welches goldene Eier legt?

Jemand meinte kürzlich, wenn es eine Heilung gäbe, würde der Erfinder bestimmt den Medizin-Nobelpreis bekommen.

Wirklich? Oder erleidet er eher einen Unfall, begeht Selbstmord oder sonst eine Art, aus dem Leben zu scheiden?

Die Geschichte ist voll von erfolgversprechenden Therapien, die nicht anerkannt, sondern verschwiegen bis verboten wurden. Oder die Erfinder wurden dermaßen unglaubwürdig gemacht, dass es jeden schauerte, der den Namen nur gelesen hat.

Otto Warburg, ein Biochemiker, Arzt und Physiologe hat 1931 den Nobelpreis für Medizin bekommen, für "die Entdeckung der Natur und der Funktion des Atmungsferments“. Was bedeutet, dass sich keine Krankheit in einem basischen Umfeld halten kann, noch nicht einmal Krebs. Der Mann hatte Glück, seine Entdeckung wurde einfach nur nicht beachtet.

Viele andere Dinge wurden ebenfalls unterdrückt.

Dr. Dietrich Klinghardt ist immer noch in der Öffentlichkeit präsent, nur von seiner genialen Psychokinesiologie hört man nichts mehr, auch wenn sie noch unterrichtet wird.

Ich hatte mal eine interessante Podiumsdiskussion mit dem Leiter der Naturheilkundeabteilung der Kliniken Essen-Mitte, es ging um den Placebo-Effekt und warum man die nicht erforscht. Es war total interessant, es gab nur ausweichende Antworten und das Gespräch wurde freundlich und bestimmt beendet, weil ich ja kein Arzt bin.

Machen wir uns mal nichts vor, das Gesundheitswesen ist auch ein Wirtschaftsunternehmen und wenn man sieht, wie die Pharmaindustrie ihre Pfründe sichert, dann wird einiges klar.

Kann man ja mal drüber nachdenken.


Es ist nur meine Ansicht, ich könnte aber auch recht haben
(aus dem Buch: "Es reicht - wir machen nicht mehr mit", Bernd Neuhaus)